Hirnforschung
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Die meisten und vor allem die führenden Hirnforscher vertreten heute die Meinung, zur Erklärung sämtlicher Hirnfunktionen bräuchte man keinen "imaginären Agenten", keine immaterielle Seele,die evtl. sogar nach dem Tod fortexistieren könne. Sie verteten ein materialistisches Welt- und Menschenbild (alles ist Materie) und den sogenannten Monismus (es gibt nur einen Geist, keine zusätzliche Seele). Der Monismus-Philosoph Schmidt-Salomon meint, das sei "die Wahrheit über Welt, Leben und Ich". Dem steht entgegen ein Dualismus, den ich in dieser Webseite vertrete: Wir haben einen materiellen Körper und Geist, und zusätzlich eine immaterielle Seele als assoziierten Gast, die für die biologische Existenz nicht notwendig ist, und die nach dem Tod eigenständig weiter existiert. Die Begründung dieses dualen Menschenbildes durchzieht die gesamte Webseite was-ist-seele.de, sie wird besonders im Kapitel Offenbarungen anhand vieler Beispiele ausführlich diskutiert. Der folgende Text stellt die Begründungen und Argumente des Monismus vor und kommentiert und kritisiert sie. Es wird deutlich, dass alle Argumente des Monismus ideologisch sind, teilweise sind sie sogar von der Wissenschaft selbst falsifiziert, und sie funktionieren nur so lange, wie man einen Teil der Wirklichkeit, nämlich die paranormalen (=parapsychologischen) Phänomene als nicht-existent verleugnet.
Alles hat eine materielle Ursache, und die erste Ursache von allem ist der Urknall.Spätestens seit Gödels Entdeckung 1931, dass mit All-Aussagen („Alles hat ...“) in Logik und Mathematik grundsätzliche Widersprüche verbunden sind, sollte man mit All-Aussagen sehr vorsichtig sein und ihnen keinen Wahrheitsgehalt mehr zumessen. Der kleinste Gegenbeweis falsifiziert sie. In diesem Sinn sagte auch Heisenberg(?) den noch heute gültigen Satz: „Die Tatsache, dass Laborexperimente jedesmal gleich ablaufen, beweist noch lange nicht, dass es immer und überall so ist.“ All-Aussagen sind immer ideologisch, nie wissenschaftlich.„Materielle Ursache“ meint die bekannten physikalisch-chemischen Vorgänge der Makrophysik, in der Teilchen durch vorwiegend elektromagnetische Kräfte wechselwirken. Diese Vorstellung ist unserem aus Alltagserfahrungen geprägten Hirn angemessen und deshalb weit verbreitet. Verallgemeinerte Erfahrungen sind jedoch keine zwingenden Argumente sondern anthropische Prinzipien. Die These projiziert unsere Alltagserfahrung in die Natur und vermenschlicht sie. Schon die Quantenzufälligkeiten falsifizieren diese Aussage, denn sie haben keine „materielle Ursache“ (d.h. keine Ursache durch sich berührende Kräfte). Die Physik beruht auf der Entdeckung zweier wesentlicher Kräfte oder Energien: der Gravitationskraft und des Elektromagnetismus. Bestimmte Beobachtungen und Erfahrungen, also Empirie, führten zu diesen Entdeckungen. Wieso sollten nicht weitere Beobachtungen zur Entdeckung neuer Energiearten führen? Dies ist bereits geschehen, denn ... ... durch die kosmische Dunkle Materie erfuhr „die Materie“ in der Astronomie eine bedeutende Erweiterung durch ein Etwas, das sich bis heute kein Physiker wirklich vorstellen kann und zu dem es auch ansatzweise noch keine Theorie gibt. Die Dunkle Materie wurde eingeführt als notwendige „materielle Ursache“ für die Bildung der Galaxien. Welche Effekte auf der Erde - und ob überhaupt - durch sie verursacht werden könnten, ist noch völlig unerforscht. Tatsache ist: Beobachtungen und Erfahrungen erzwangen eine Erweiterung des Materie- und Energiebegriffs. Weitere wesentliche Erweiterungen erfuhr „die Materie“ durch die Quantenphysik. Dass quantisch-akausale Ursachen beim Kopieren der DNS (Mutationen), beim Aufbau von Eiweißmolekülen durch die RNS (Krankheiten) oder bei der Schaltung der Synapsen im Kortex (Exozytose) eine wesentliche und grundlegende Rolle spielen können und wie dies zu interpretieren sei, ist leider nur wenig bekannt. Es ist eine willkürliche Definitionsfrage, inwieweit quantische Effekte wie Teleportation, Information als Wirkursache oder Ausschlussprinzip noch materiell im obigen Sinn sind. Der Quantenphysiker Lothar Schäfer sagt deshalb: "In quantischen Effekten wird die Grenze zur Meta-Physik eindeutig überschritten." (s. Quantenphysik) Der leere Raum birgt weitere verursachende Effekte (Casimir und Nullpunktenergie), deren Wirkungen im Gesamtgeschehen wir nicht kennen. Fazit: Der Urknall muss keineswegs die ur-Ursache für alles sein, was bis heute geschehen ist, und wo überall quantische Mikro-Zufälligkeiten entscheidend werden können, wissen wir nicht. Die obige These ist also keine wissenschaftliche Aussage über einen Sachverhalt, sondern ein ideologisches Dogma. Sie ist eine reine Glaubensaussage. Die Kausalketten mancher psychischer Phänomene sind eindeutig immateriell (s. Ganzfeldforschung, Offenbarungen und alle anderen Kapitel dieser Webseite). Aber auch eine immateriell-duale Seele unterliegt in ihren Entscheidungen bestimmten immateriellen Kausalitäten. Welche Wirkungen sie auf das materiell-duale Hirn haben, ist weitgehend eine Frage ihrer Energie bzw. Durchsetzungskraft. Auch das jedoch hat kausale Ursachen und reflektierbare Gründe, die in Zukuft zu erforschen sind. Wichtige Hinweise gibt hierzu das Buch von Johannes Greber in den Kapiteln 2 und 5. Wir sollten die obige These als eine offene These verstehen: „alles hat eine Ursache“ - auch wenn sie uns unbekannt ist. Die Eingrenzung auf Materie und physikalisch Messbares ist ideologisch, dogmatisch und anthropisch, jedenfalls unwissenschaftlich und unkantianisch. Ebenso die Eingrenzung auf den Urknall als Anfang von Allem-was-ist. Hirnprozesse benötigen materielle Energie, deshalb ist alles Geistige materiell.Auch das ist eine All-Aussage. Energie: Ja, „materiell“ jedoch ...Materielle Energien sind die 4 Energiearten Elektromagnetismus, Gravitation, starke u. schwache Kernkraft. Bereits die zwei letzteren Energiearten waren vor wenigen Jahrzehnten noch vollkommen unbekannt. Sie erklären atomare Kernbindungen. Durch die kosmische Dunkle Energie erfuhr die „materielle Energie“ in der Astronomie eine weitere Erweiterung: die Dunkle Energie. Sie ist weder messbar, noch definierbar, noch steht sie für Experimente zur Verfügung. Für die Physik ist es also normal, neue Energiearten hypothetisch anzunehmen und ihre Wechselwirkungen zu erforschen. Gleiches sollte bezüglich paranormaler Phänomene gelten. Nichts spricht dagegen, eine biophysikalische Energieart zu postulieren, um paranormale Phänomene zu erklären (Beispiel: Greberbuch Kap. 2). Wenn diese nicht im Labor nachweisbar ist, liegt das an unzureichenden Messmethoden. Die metaphysikalischen Theorien von Burkhard Heim (Lit. 45), Klaus Volkamer (Lit. 52) und J.H. Matthaei sind weitere Beispiele solcher Erweiterungen. Dass der leere Raum auch ganz andere, uns noch unbekannte und unmessbare Energiearten enthalten könnte, ist eine Hypothese, die zwar nicht falsifizierbar ist, die jedoch eine Erklärungsbasis für die in Ganzfeldforschung und Offenbarungen besprochenen medialen Phänomene sein kann. Nach dem Wissenschaftstheoretiker Karl Popper ist diese Hypothese deshalb zumindest „wahrheitsähnlicher“ als die obige These und falsifiziert diese. Entsprechende Wechselwirkungen immaterieller Energien mit materiellen Teilchen gehören ebenfalls zu dieser Hypothese, sei es über Quantenzufalls-, Resonanz- oder andere, noch unbekannte Effekte. Z.B. sind über die Masse-, Spin- und Ladungseigenschaft von Elektronen die Wirkungen von Graviation, Elektrizität und Magnetismus verbunden. Es ist also keineswegs „undenkbar“, wie Wolf Singer meint, sondern nur heute noch nicht erforscht, wie diese Teilchen auch mit weiteren Energiearten wechselwirken könnten. Grundsätzlich können wir sicherlich den Hauptsatz von der Erhaltung der Energie als gültig annehmen. Aber was ist Energie? Alle heutigen die Raum-, Vakuum- oder Nullpunktenergie betreffenden Forschungen erweitern den klassischen Energiebegriff zu weiteren Energiearten im weder direkt messbaren noch sinnlich erfahrbaren Vakuum. Physikalisch ist das kein grundsätzliches Problem, solange es durch Experimente verifiziert ist. Nur wiederholbare Experimente liefern gültige Aussagen.Dieses Dogma ist ein Hauptargument der sogenannten Skeptiker - siehe unten zu „Brights und GWUP“.Spektakuläre Ereignisse wie eine Sonnenfinsternis, ein Erdbeben oder Kugelblitze akzeptieren wir als reale und zu erforschende Erscheinungen, auch wenn sie selten oder einmalig sind. Entsprechend spektakuläre Ereignisse im paranormalen Bereich kennen wir von Mirabelli (s. Wikipedia - Mirabelli) oder von geistigen Heilern (z.B. Tagung Basel 2004). Wichtig ist zunächst, dass ein Phänomen so spektakulär und komplex ist, dass Zufälligkeit nicht in Frage kommt, sowie dass es eine größere Anzahl Zeugen und gemeinsame Protokolle gibt (siehe hierzu weitere Kriterien). Dies trifft auf diese beiden Ereignisse - und viele weitere ebenso - eindeutig zu. Die Forderung nach Wiederholbarkeit will darüber hinaus Regelmäßigkeiten und Gesetzmäßigkeiten sichtbar machen. Das ist bei paranormalen Phänomenen, bei denen es zunächst um die Trennung von Echtheit und Zufall/Fantasie/Betrug geht, erst im zweiten Schritt nötig. Trotzdem: Die Experimente mit Mirabelli wurden 392 mal und die Experimente in Basel fünf mal wiederholt, jeweils unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen. Vorträge von Tieftrancemedien vor jeweils vielen Zeugen, sog. Durchgaben, gibt es viele hunderte. Wissenschaftlich gibt es nur ein Hauptproblem: Phänomene wie Auditionen, Visionen oder Durchgaben lassen sich nicht beliebig in jedem beliebigen Labor hervorrufen. Man muss mit medial besonders begabten Menschen in einer vertrauensvollen Atmosphäre zusammenarbeiten. Die Tagung in Basel 2004 ist ein gutes Beispiel dafür. Ist das nicht gewährleistet, dann funktioniert Medialität nicht. Bei vielen anderen Tätigkeiten wie Musik und Theater, sogar beim Fussball, ist das ähnlich: Begabung und Können der Akteure und grundsätzliche Akzeptanzbereitschaft beim Publikum müssen für besondere Leistungen harmonieren. Trotzdem können die Kontrollbedingungen nach allen wissenschaftlichen Kriterien streng und exakt sein, wie bei Mirabelli und in Basel 2004. Warum aber schickte die materialistische Skeptiker-Gemeinde (GWUP) nie berichterstattende Vertreter nach Basel? Weil sie wohl kaum Betrug hätten nachweisen können. Dann aber hätten sie sich vor ihren Kollegen disqualifiziert. Dem Risiko möchte sich kein renommierter Wissenschaftler aussetzen. Das Frankfurter Manifest 2004Das Manifest wurde von 11 Hirnforschern verfasst: „Eines Tages wird man widerspruchsfrei Geist, Bewusstsein, Gefühle, Handlungsfreiheit und Willensakte als natürliche Vorgänge ansehen, denn sie beruhen auf biologischen Prozessen.“ Hierzu ein Kommentar: „Jede Wahrnehmung eines höheren Selbst, eines göttlichen Lichts oder von Botschaften aus dem Übersinnlichen wird im Gehirn konstruiert und ist kein Beleg für deren Wirklichkeit.“Auch diese Thesen sind überzogene, unwissenschaftliche All-Aussagen, die durch Auditionen, Visionen und andere parapsychologische Effekte falsifiziert sind (s. Ganzfeldforschung, Offenbarungen, Wikipedia - Mirabelli). Mitleid ist nur eine Aktivität der Spiegelneuronen. Die Basis neuronaler Ethik und Psychologie sind nach Ramachandran die Spiegelneuronen. Jesus und St. Martin sind out. Auf einer Tagung meinte ein Neurologe, mangelnde Empathie könne man in Zukunft besser handhaben mit Drogen („we'll use drugs“).Andere finden diese Überschätzung der Spiegelneuronen absurd. Für
den Neuropsychologen Prof. Lutz Jäncke, Zürich, sind die
Spiegelneuronen im Mutter-Kind-Szenario „ein stereotypes Relikt
aus der Steinzeit. Es ist genau auf dieses Entwicklungsszenario
beschränkt und jede Verallgemeinerung ist unzulässig.“
Gegenfrage: Warum feuerten die Spiegelneuronen der Nazis nicht bei jüdischen Babies? Die der Hutus nicht bei den Tutsis? Warum erwachte das Mitleid von Frau Gollmann, Gründerin der Andheri-Hilfe, erst Jahre nachdem sie blinde Inder erlebt hatte? Warum spenden Menschen an dieses Hilfswerk, die noch nie einen blinden Inder gesehen haben? Gilt vielleicht gar die agnostische Umkehrung: Bringt das Mitleid die Spiegelneuronen zur Verstärkung auf Trab? Der „alles nur“-ReduktionismusBispiele: Emphatie sind nur Spiegelneuronen, Liebe ist nur Hormone, Seele ist nur ein „Tanz der Neuronen“ (F. Crick), Bewusstsein ist nur synchrone Netzschwingung, NTE sind nur Tunnel, Licht und Glücksgefühl, Einheitsbewusstsein ist nur Friede, Stille und Objektauflösung, Gott wird nur im Hirn konstruiert, Gedächtnis ist nur Amygdala usw.Reduktionismus ist ein wichtiges wissenschaftliches Konzept, denn komplexe Prozesse müssen für die Analyse zerlegt und vereinfacht werden. Die Verallgemeinerung ins Grundsätzliche ist jedoch nicht mehr wissenschaftlich, sondern ideologisch, weltanschaulich. Wer diesem reduktionistischen „alles nur“-Denken verhaftet ist, darf paranormale Phänomene nicht genau anschauen, muss sie ignorieren oder pauschal als Fantasie/Wahn/Betrug ablehnen, und er muss behaupten, dass alles Weiterführende „undenkbar“ oder „mit großen Problemen behaftet“ sei (s. die unten folgenden Thesen von Wolf Singer). Das ebenfalls unakzeptable Gegenstück zum ideologischen Reduktionismus ist die seit Alters her und bis heute beliebte Überhöhung unverständlicher Naturphänomene ins Göttliche, wie dies z.B. die Vertreter des Intelligent Design oder mancher Sekten tun. Dagegen sprechen u.a. die Offenbarungen selbst. Beide reduktionistischen Richtungen machen es sich zu einfach, beide ignorieren die Viefalt der Phänomene des Lebens. Ockhams RasiermesserDas „Rasiermesser“ des scholastischen Philosophen Ockham besteht darin, von möglichen Erklärungen eines Phänomens die komplizierten wegzulassen und sich auf die einfachste und naheliegendste zu konzentrieren. Da die Annahme dualer Vorstellungen und weiterer Energiearten komplizierter erscheint als die Annahme von Fantasie oder Betrug, verwerfen Monisten und Skeptiker parapsychologische Phänomene gerne pauschal mit diesem Argument. Bei ernsthafter Beschäftigung mit Ganzfeldforschung und Offenbarungen geht das jedoch nicht mehr. Das Rasiermesser ist keine Wunderwaffe zur Konstruktion von Wahrheit, sonst wären die Quantenphysik und die Theorie der dunklen Materie und Energie nie entstanden. Skeptiker und Monisten übersehen gerne, dass auch Ockhams Rasiermesser ein anthropisches Prinzip ist. Die Welt ist so, wie sie sich zeigt. Wer sie verstehen will, sollte sie lieber nicht rasieren.Das Experiment von Benjamin LibetFreiwillige am EEG drücken in einem Experiment zu frei gewählten Zeitpunkten einen Knopf und schauen dabei auf eine Uhr. Erkenntnis: Bereits 350 mS vor jeder bewussten Entscheidung, den Knopf zu drücken, ist das Hirn aktiv. Erkenntnis: Der scheinbar freie Wille, den Knopf 'jetzt' zu drücken, wird zuvor vom Hirn bereits unbewusst initiiert. Nicht der hirnlos freie Geist aktiviert das Hirn, sondern das Hirn tut, was es will, und die geistige Freiheit bilden wir uns nachträglich nur ein: Der Geist entsteht im Hirn.Hierzu einige Bemerkungen: Mit dem Libet-Experiment 1983 begann der neurophysiologische monistische Materialismus: „Kein Geist ohne Hirn“ (Gerhard Roth). Die sogenannte Freiheit des menschlichen Willens wurde früher und wird auch heute noch gerne der automatenhaften tierischen Dumpfheit gegenübergestellt und als Beweis für die Beseeltheit des Menschen verwendet. Von dieser offenbar naiv falschen Vorstellung müssen wir nun endgültig Abschied nehmen. Ob die biologischen, weltorientierten Kräfte unseres Hirns allerdings auch hinreichen, alle Motive und Wünsche zu erklären, das ist auf Grund der Erkenntnisse der Ganzfeldforschung und der Offenbarungen mit guten Gründen zu bezweifeln. Auch haben die spontanen Knopfdruckentscheidungen im Libet-Experiment mit dem spezifischen Humanum des freien Willens im Sinne abwägender Entscheidungsprozesse mit Gründen und einem von äußeren, zwanghaften Einflüssen freien Wollen nichts zu tun. Es geht nur um völlig folgenlose Knopfdruckentscheidungen, und zwar nur um das Wann, nicht um das Ob überhaupt. Das Experiment wird also weit überzogen interpretiert. Da der Dualismus auch immaterielle Kausalitäten für Denk- und Gefühlsprozesse postulieren muss, insbesondere bei komplexen, abwägenden Entscheidungsprozessen, ist unsere Freiheit bzw. Unfreiheit noch um eine Dimension komplizierter zu denken. Der sogenannte harte Dualismus, nachdem Ich als kausalfrei-autonome Instanz akausal neue Kausalketten in Gang setze, ist durch Libet klar falsifiziert. Da solche Entscheidungen aber rein zufällig wären, wird der harte Dualismus sowieso schon lange nicht mehr vertreten. Für immateriell duale, wechselwirkende Seelen ist die Erzeugung neuer - besser: veränderter - Kausalketten im Materiellen weder widersprüchlich noch „undenkbar“ (Singer), denn Kausalität wirkt jeweils in beiden Welten und auch in der Wechselwirkung. Die Diskussion um Freiheit und Verantwortung verläuft im dualen Fall nur geringfügig anders als im monalen Fall. Die modernen Hirnforschungen berühren noch nicht die
Phänomene der Ganzfeldforschung und
Offenbarungen.
Was wir seit Alters her im religiösen
Sinn als Seele kennen, ist etwas Hintergründiges, das mit den
Alltagsphänomenen Denken, Emotionalität und Bewusstheit nur
am Rande etwas zu tun hat. Vor allem während Kindheit und Jugend
scheint die Seele relativ großen Einfluss auf das Werden der
Gesamtpersönlichkeit zu haben, weil sie
bestimmte Arten von Erfahrungen machen möchte. Es ist sogar
anzunehmen, dass wir auch ohne die hintergründige „Ich-Seele“
Mensch sein können. Ein seelenloser Zombie wäre wahrscheinlich
kaum verschieden von uns. Insofern hat Singer recht: "Die
Hirnforschung braucht die Seele nicht" - sofern sie die Phänomene der
Ganzfeldforschung und
Offenbarungen ignoriert und keine
all-Aussagen bezüglich des Wesens des Menschen macht.
Über die
Repräsentation meditativer Zustände, von Aufmerksamkeit und
Bewusstheit wird zur Zeit sehr viel geforscht (s. Metzinger Lit. 54). Die obigen
„alles nur“-Interpretationen bezüglich
Einheitsbewusstsein und Gottesmodul sind übertrieben und
tauchen in neueren Forschungen nicht mehr auf. Der
Neurologe Martin Korte sagt hierzu: „Neurotheologie
ist ein weit überzogener Begriff für einige bescheidene
Experimente mit Bruchstücken spirituellen Erlebens. Sie sind
umstritten und nicht gut reproduzierbar“.
Leider haben aber gerade diese überzogenen
Interpretationen bei Laien einen tiefen Eindruck hinterlassen.
Grundsätzlich
gilt: Alles (vieles?, das meiste? - schon das ist fraglich) Geistige
wird von Hirnprozessen unterstützt oder zumindest begleitet.
Dass diese Prozesse auch durch Magnetfeldhelme, Drogen oa. Reizungen
erzeugt werden können, besagt oder beweist nur, dass genau diese
Prozesse bei manchen (?!) religiösen Visionen mit ablaufen. Sie
sind notwendig für die bewusste Wahrnehmung, denn unser
Bewusstsein benötigt das Hirn. Sie sind aber nicht hinreichend
zur Erklärung der Gesamtphänomene (s. Ganzfeldforschung und
Offenbarungen). Wie
die Kausalketten bei tiefen religiösen Visionen verlaufen, dass
wissen wir nicht, wir können es nur
hypothetisch extrapolieren und vermuten. Dass Ramachandrans Patient Paul
Licht und eine Dopaminausschüttung als
göttlich empfindet und deshalb keinen Unterschied bemerkt,
mag am Unwissen in diesen Dingen liegen, sowohl bei Paul wie bei
Ramachandran, wie auch bei Gerhard Roth und seiner Interpretation
seines persönlichen Nahtoderlebnisses (s. hier).
Monisten und
Reduktionisten sind gerne terrible simplificateurs, schreckliche
Vereinfacher. Gleiches gilt für Meditierende,
die ein Gefühl von Wachheit, Einheit und Verschmelzung, also ein
Einheitsgefühl, schon als Einheitsbewusstsein
interpretieren und dies dem Experimentator suggerieren. Das
Erleben des echten Einheitsbewusstseins ist nur Wenigen vergönnt
und ein Augenblicksgeschenk, das nicht durch Meditation hervorgerufen
werden kann. Es sind tief bewegende Erfahrungen, wie sie
von Meister Eckart, Thomas v. Aquin, Johannes vom Kreuz, Gabriele
Wittek, Eckart Tolle uvam. geschildert werden (s. Mystik). Sie werden
gerne als Halluzinationen abgetan. Halluzinationen sind jedoch
immer verbunden mit krankhaften Veranlagungen, die bei
den genannten Personen nicht nachweisbar sind. Siehe hierzu die
von der Universität Stockholm geprüften Christusvisionen.
Dort heißt es: „Wir trafen nur gesunde Frauen und Männer. Dies ist grundlegend und
sollte sich stark ins allgemeine Bewusstsein einprägen.“
These: „Die dualistische Hypothese hat keine Antwort darauf, wann
das Geistige sich mit dem Materiellen während der Schwangerschaft verbindet.“
These: „Das selbe Problem stellt sich bei der Evolution. Haben
Primaten schon teil am Geistigen? Der Panpsychismus führt zu
einer Fülle von Problemen, der Materie bereits mentale
Qualitäten zuzuschreiben.“
These: „Für die Verursachung wissen wir keine denkbaren
Lösungen, denn das Immaterielle muss Energie aufbringen, um
Neuronen zu beeinflussen - und umgekehrt.“
Bei Singer zeigt sich ein für das Thema Paranormalität, Seele und Tod insgesamt typischer Mechanismus: Das subjektiv Ungewohnte wird von Monisten als nicht-existent oder undenkbar abgelehnt oder - entgegengesetzt - von naiv Gläubigen als göttlich überhöht. Statt dessen wäre Demut, Staunen und neugierig forschende Offenheit am Platze - sowohl in der Wissenschaft wie in der Religion. These: (diverse Bemerkungen) „Die Evolution zeigt, dass geistige Leistungen mit wachsendem Hirn korrelieren. Da diese Leistungen auch mit bestimmten Arealen verbunden sind, ist eindeutig das Hirn für diese Leistungen zuständig. Gleiches zeigt die Individualentwicklung: Geistige Leistungen beruhen auf dem wachsenden Vernetzungsgrad. Und weshalb sollten gewisse, z.B. unbewusste Prozesse im Hirn ablaufen und andere, bewusste, in einem dualen Ich, da doch beide Prozesse so verknüpft sind, dass wir sie neuronal als vernetzt ansehen müssen. Das Hirn benötigt keinen immateriellen Agenten. Das ist evident und plausibel.“ Die Fragwürdigkeit dieser Extrapolationen wurde oben bereits ausführlich diskutiert. Singer will die Experimente der Ganzfeldforschung, mit Mirabelli, Drossinakis usw. nicht akzeptieren, denn seine Gedanken sind ja "evident und plausibel". Dass dies eine zutiefst anthropische Haltung oder auch Wunschdenken ist (diese beiden Vorwürfe werden umgekehrt gerne an die Esoterik gerichtet), ist Singer nicht bewusst. Evident und plausibel ist unserem biologischen Hirn nur das, was in die Alltagserfahrungen vieler Millionen Jahre passt. Paranormalität - so wie ja auch die Quantenphysik - fällt aus dem Rahmen des Gewohnten, sie kann damit weder plausibel noch evident sein. Es bleibt allerdings die schwierige Frage, ob bzw. für welche Art geistiger Leistungen ein immaterieller Agent, die Seele, zuständig ist bzw. sein könnte. Hierzu existieren viele Meinungen mit vielen Argumenten, auch bei medialen Informanten, so dass noch viel Forschung nötig ist. Nach meinem Wissen hat Singer im Grunde Recht: Das Hirn und die Neurophysiologie benötigen (höchstwahrscheinlich) keinen immateriellen Agenten, wir funktionieren im Alltag sehr gut auch ohne Seele. Allerdings sollten unter dieser "evidenten und plausiblen" Sicht keine grundlegenden Äußerungen über das Wesen von Mensch und Welt gemacht werden. denn es gibt auch die nicht-alltäglichen Erfahrungen, wie "Ganzfeldforschung", "Offenbarungen" usw. zeigen. Wie dort kurz erwähnt bedeutet die Inkarnation eines „immateriellen Agenten“ in Kindheit und Jugend eine gewisse, tendenzielle Prägung der Gesamtpersönlichkeit (der sogenannte Lebensplan), und später eine eher passive Teilhabe, ein Mitfühlen an den Erfahrungen, die diese anfängliche Prägung zur Folge hat - unter gelegentlicher Korrektur seitens der Seele in besonderen Momenten. Das Sammeln von Erfahrungen im Rahmen eines individuellen Lebensplanes ist der Sinn der Inkarnation, so wie er uns in neuzeitlichen Offenbarungen vermittelt wird. Brights, GWUP und SkeptikerRichard Dawkins, Francis Crick ua. materialistische Wissenschaftler gründeten die Gemeinschaft „The Brights“, weil sie mit dem „hellen Licht ihrer Vernunft“ das Dunkel religiösen Denkens und überhaupt die ganze Welt durchleuchten wollen. Das ist lobenswert, wenn es um Aberglauben und Fundamentalismus geht, führt aber auch zu arroganten Sprüchen, wie sie einige Zeit an einigen Bussen standen: „Vermutlich gibt es keinen Gott - darum geniesse dein Leben.“ Ursprünglich wollten sie „Es gibt keinen Gott ...“ schreiben, aber das wurde zum Glück verboten. Eine größere Gefühllosigkeit und Arroganz gegenüber denen, deren Lebensgenuss aus vielerlei Gründen ziemlich eingeschränkt ist, ist kaum denkbar. Zu welcher Art von Menschlichkeit führt dieses helle Licht der Vernunft?In Deutschland
gründeten materialistische Wissenschaftler die GWUP
(Gesellschaft zur wissenschafltichen Untersuchung parapsychologischer
Phänomene) mit zur Zeit etwa 700 Mitgliedern, viele davon
Professoren, auch Theologen. Die GWUP trägt die
Zeitschrift „Skeptiker“. Auch die GWUP und der "Skeptiker"
wären lobenswert, wenn sie sich nicht zu einer selbstgefälligen,
sektiererischen, arroganten und dogmatischen Gemeinschaft entwickelt hätten
(ich habe da einschlägige Erfahrungen).
Echt kritische, also auch selbstkritische Diskussionen finden nicht
statt. Kritiker in den eigenen Reihen werden gemobbt und verlassen
die GWUP (mehrere Fälle sind bekannt).
Ein Wissenschaftler meinte dazu:
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