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Inhalt:
Wer war Mohammed?
Meine Kritik
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Wer mit Offenbarungen nichts zu tun haben will, für den ist auch die Auseinandersetzung mit dem Islam kein Problem: Der Islam ist eine Religion wie jede Andere.
Wer hingegen Offenbarungen ernst nimmt, muss auch den Koran ernst nehmen. Und da dessen Wahrheitsanspruch als fundamental und allgemeingültig für alle Menschen und alle Zeiten erscheint, ist eine Islamkritik sehr schwierig. Sie ist jedoch unbedingt nötig, weil die Vorstellungen und Gebote des Koran unmöglich auf unsere Zeit und Gesellschaft übertragen werden können. Im Gegenteil: Auch die Muslime selbst werden ihren religiösen Dogmatismus irgendwann überwinden müssen, weil sich Gottes zeitgenössische Botschaften langfristig als stärker erweisen werden. Hierzu ist allerdings nötig, dass sie auch mal ein anderes Buch lesen als nur den Koran und seine Kommentare.
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Wer ist Muslim?
Ein Muslim ist, wer glaubt, dass es nur einen Gott gibt, dass der Koran eine Offenbarung Gottes bzw. des Erzengels Gabriel im Auftrag Gottes und dass Mohammed Gottes letzter Prophet ist.
In der islamischen Predigertradition werden für die Wahrheit dieses Glaubens verschiedene Beweise angeführt. Zum Beispiel werden von Mohammed (wie ja auch von Jesus) Wunder berichtet. Mohammed habe Essen vermehrt, Kranke geheilt und Voraussagen und Hellsichtigkeiten gezeigt, die dann bestätigt werden konnten. Als weiteres Wunder gilt, dass der Koran gewisse wissenschaftliche Aspekte, die den Menschen vor ca. 1426 noch fremd waren, anspricht und erläutert: die Urknalltheorie, des ständige Ausdehnen des Universums, die Erschaffung des Menschen vom Samen bis hin zum Embryo inkl. aller Stadien, die Theorie der Plattentektronik uam. Die Sprache des Koran gilt als von höchster und unnachahmlicher Qualität, was bei dem Analphabetentum Mohammeds auch als ein Wunder gilt. Deshalb darf der Koran eigentlich nur im Original gelesen werden. Der islamischen Tradition zufolge ist der Koran wesentlich besser dokumentiert als z.B. die biblischen Geschichten, da die Dokumentation bereits in Abstimmung mit Mohammed erstand. So sagte einmal ein westlicher Islamwissenschaftler: "Wir haben keinen Grund zur Annahme, dass auch nur ein einziger Vers des Koran nicht von Mohammed stammen sollte."
Wikipedia sieht dies etwas differenzierter (s.u. "Mohammed"): "Es gibt so gut wie keine unabhängigen zeitgenössischen Quellen zu Mohammeds Leben und Wirken, auch wurde der Koran erst etwa zwanzig Jahre nach seinem Tod gesammelt und schriftlich fixiert. Fast alles, was über das Leben Mohammeds berichtet wird, stammt aus parteiischen Quellen, die ihn entweder als Verkünder einer göttlichen Wahrheit preisen oder als Verführer ablehnen." Solche grundsätzlichen Zweifel kennt die islamische Predigertradition allerdings nicht.
Wer war Mohammed?
War Mohammed Epileptiker? Wohl kaum. Zwar wird berichtet von Schweißausbrüchen und Zittern, jedoch die für Epileptiker typischen Symptome wie Ohnmacht, plötzliches Hinfallen und Apasie (Erinnerungslücken) werden nicht erwähnt.
War Mohammed ein Fantast oder Lügner? In der islamischen Tradition ist er bis zu seinem 40sten Lebensjahr, als die Übermittlung des Koran an ihn begann, ein sogenannter "Ehrlicher", also als einer, auf dessen Wort man sich verlassen konnte. Auch war er wohlhabend und angesehen und hatte für Geld und Ruhm kaum zusätzliches Interesse. Im Gegenteil: Die ersten drei Jahre behielt er die Botschaften für sich, und als er sie öffentlich verkündete und sich vor allem entschieden gegen den damals weit verbreiteten Polytheismus wandte, begannen sogleich die Anfeindungen, die sich während der folgenden Jahre - bis zu seiner Übersiedlung nach Medina 622 - zu Mordversuchen, Steinigungen, geschäftlichem Boykott und sozialer Ächtung steigerten. In Medina wurde er jedoch anerkannt und wurde militärischer Führer gegen die Mekkaner und andere Widersacher. Dabei lebte er in äußerster Bescheidenheit in einer Lehmhütte, schlief auf einer Strohmatte und verrichtete selbst niedrigste Arbeiten. Es ist schwer, in den Einzelheiten dieser Überlieferungen Legende von Wahrheit zu trennen, eine kritische Analyse dieser Überlieferungen wird jedoch auch heute noch von den meisten Muslimen scharf abgelehnt. Der Tenor dieser Berichte scheint jedoch zu stimmen.
Kritik am Islam
Meine kritische Haltung gegenüber dem Koran beruht auf drei Überzeugungen:
1. Es gibt mindestens drei nachmohammedanische, neuzeitliche Offenbarungen der Stimme Gottes: an Jakob Böhme, an Jacob Lorber und über N. D. Walsch (Lit. 48). War Mohammed also doch nicht Gottes letzter Prophet?
2. Es kann nicht sein, dass so grausame und altertümlich anmutende Regeln wie die Shari'a ein für alle Menschen und alle Zeiten gültiges göttliches Gesetz ist.
3. Die islamische Vorstellung über Wesen und Sinn des Lebens ist archaisch, sie fällt völlig aus dem Rahmen zeitgenössischer Offenbarungen.
Zu 1. - Propheten
An mehreren Stellen im Koran wird Mohammed als der letzte Prophet Gottes bezeichnet. Insofern sind nach islamischem Glauben alle zeitgenössischen Offenbarungen Werke des Teufels. Das aber kann nicht sein. Abgesehen davon, dass es m.M. nach den Teufel garnicht gibt, und auch wenn es ihn gäbe die Art des Offenbarten ganz und gar unteuflisch ist, sind diese Neuoffenbarungen in ähnlicher Weise sprachlich, inhaltlich und von der Art ihres Mediums und ihrer Vermittlung mindestens so überzeugend wie der Koran.
Nun ist ein "Prophet" jemand, der die Stimme eines Geistwesens (z.B. Gott oder Gabriel) in sich vernimmt und sie nach außen in Form öffentlicher Predigt kundtut. Alle Propheten bis Mohammed waren Prediger. Mohammed wurde von Gabriel sogar direkt zur öffentlichen Predigt aufgerufen.
Hingegen sind Böhme, Lorber und Walsch keine Propheten, sondern Medien. Alle drei haben nie öffentlich gepredigt, sonder nur das, was ihnen diktiert wurde, selbst und direkt aufgeschrieben und veröffentlicht. Im Zeitalter des Buchdrucks braucht Gott keine Propheten mehr. Insofern hat der Koran recht, und Gottes Neuoffenbarungen sind trotzdem kein Teufelswerk.
Zu 2. - Shari'a
Das Abhacken von Händen bei Dieben, das Steinigen von Ehebrechern uäm. ist barbarisch und mit der Vorstellung eines erbarmenden oder gar liebenden Gottes gänzlich unvereinbar. Es ist ein Rückfall auf primitive Kulturen weit vor Jesus (Jesus: "Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."). Wir sind heute auf demokratischem Wege im Sinne der Gewaltenteilung in Legislative, Judikative und Exekutive selbst für Gerechtigkeit verantwortlich, und das dürfte auch im Sinne Gottes gut sein. Die Muslime sehen das jedoch nicht so, weil der Koran und seine Gesetze als Wort Gottes für alle Menschen und für alle Zeiten gelten. Hierzu ist zu sagen:
Viel spricht dafür, dass die Dokumentation des Korans, seine verbindliche Festschreibung, noch vor dem Tod des Propheten in enger Zusammenarbeit mit ihm in einer historisch einmaligen Weise überaus sorgfältig vorgenommen wurde (s. Wikipedia). Jedoch:
- Der Koran stammt in den weitaus meisten Versen von Gabriel. Gabriel hatte - wie alle Geistwesen zu allen Zeiten und wie jeder von uns heute ebenfalls - sicher die Freiheit, das zu sagen, was er für die Araber der damaligen Zeit für gut und richtig empfand. Seine Mission mag im Auftrag Gottes geschehen sein, dass jedoch der sogenannte Urtext dem Koran wörtlich entspricht und von Gabriel wörtlich abgelesen wurde, ist ein frommes Märchen, denn sonst hätte Gabriel nicht weitgehend von Gott in der dritten Person gesprochen. Das Talent zur hymnischen Sprache kann man auch Gabriel zutrauen.
- Auch wurde Gabriel zweifelsohne von Mohammeds Unterbewusstsein und damit von den Vorstellungen Mohammeds und seiner Zeit geprägt. Das ist bei allen medialen Botschaften so. Gedanken, Bilder und Sprache bei Böhme, Lorber, Walsch ua. sind ebenfalls stark zeitabhängig und am Wesen des Mediums orientiert. Auch Gabriel musste sich - bei Greber, Seth oder Wittek wird dies sehr genau beschrieben - der Gedanken und Bilder in Mohammeds Unterbewusstsein bedienen. So war z.B. eine demokratische Gewaltenteilung anstelle der Shari'a in der damaligen Zeit vollkommen unvorstellbar. Für den in medialen Dingen unerfahrenen Mohammed waren diese Einflüsse nicht erkennbar, ihm galt alles gleich als endgültige und zeitunabhängige göttliche Wahrheit.
- Sogar "Gott selbst" zeigt sich relativ. Der kriegerische, rächende und strafende Gott des Judentums ist ein ganz Anderer als der liebende Gott Jesu. Der Gehorsam fordernde Gott des Korans ähnelt noch sehr dem Gott des A.T. Dagegen klingen die göttlichen Stimmen bei Böhme, Lorber und vor allem Walsch ganz anders, weniger strikt und gegenüber den manchmal schwer verständlichen Suren des Korans mehr auf Klarheit der Gedanken bedacht. Wenn wir die Gotteserfahrungen der Mystiker und Erwachten hinzu nehmen (s. diese Kapitel der Startseite), dann zeigt sich uns wieder ein ganz anderes Bild Gottes. Offensichtlich sind göttliche Offenbarungen immer relativ und auf eine bestimmte Zeit und Kultur ausgerichtet.
Zu 3. - Sinn des Lebens
Der Gott des Korans fordert Gehorsam. In der islamischen Predigertradition hat "Gott uns erschaffen, damit wir das tun, was er von uns verlangt hat", d.h. die täglichen Gebete verrichten, dabei um Gottes Erbarmen beim Jüngsten Gericht bitten, die Shari'a einhalten uam. Damit sind wir eine Art Knechte Gottes, von ihm in verführbarer Unvollkommenheit erschaffen, und wer nicht folgt, kommt in die Hölle. Bitten wir aber um Gottes Erbarmen inständig genug, dann können wir doch noch "allein aus Gnade" (wie bei Luther) ins Paradies kommen. Diese archaisch-autoritäre Vorstellung von Himmel, Hölle, Gericht und Gnade wird auch von christlichen Theologen heute noch im Kern geteilt. Sowohl die biblischen Überlieferungen wie auch der Koran waren jedoch zur Zeit ihrer Entstehung für entsprechende Kulturen bestimmt. Gott kann Menschen und Gesellschaften nicht Dinge sagen, die für sie zur Zeit unverständlich sind. Auch Gott muss sich am Verständnis der Menschen orientieren, zu denen er spricht (s. oben "zu 2.").
Insofern ist es notwendig und natürlich, dass die göttlichen Stimmen bei Böhme, Lorber und Walsch (Lit.48) ein völlig anderes, einerseits sympathischeres, andererseits aber auch komplizierteres Bild vom Sinn der Schöpfung und des Lebens zeichnen. Insbesondere in der neuesten Offenbarung bei Walsch (Lit.48) sind Begriffe wie Gebote, Schuld, Sünde, Hölle, Gericht usw. veraltet. Nach ihr ist der Sinn des Lebens ein ganz anderer, eher verwandt mit den Bildern der indischen Vedanta (s. Startseite-"Erwachte"). Aber das kann und will ich hier nicht erläutern, dazu liest man wirklich am besten den Originaltext der Offenbarung an Walsch. Diese Texte sind echte und befreiende Offenbarungen, in jedem Sinn dieses Wortes.
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