Begegnungen mit Sterbenden
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Viele Menschen berichten, daß sie im Zeitpunkt des Todes eines ihnen nahestehenden Menschen das Erlebnis hatten, ihn als Geistwesen gesehen zu haben. Wenige Skizzen hierzu mögen genügen: Rudolf Steiner schildert in seinen Erinnerungen, wie er seine an einem fernen Ort gerade (ohne sein Wissen!) verstorbene Schwester wie ein Geistwesen an sich vorüberziehen sieht. Der bekannte Tübinger katholische Theologe Fridolin Stier hält in seinem privaten Tagebuch ein gleiches Erlebnis fest: Er sitzt abends ein wenig müde im Sessel, auf einmal sieht er schemenhaft seine Schwester vorübergleiten, sie winkt ihm zu und verschwindet. Am nächsten Tag erfährt er, daß sie just in diesem Moment fern von ihm gestorben ist. Der katholische Priester Don Bosco, der Gründer der nach ihm benannten Heime, ein durch und durch realistischer Mensch, berichtet von einer ähnlichen und dramatischen Begegnung, sogar unter Zeugen, mit seinem Studienfreund kurz nach dessen Tod. Die bekannte Philosophin Hanna Ahrend berichtet ein dramatisches Erlebnis mit Verstorbenen bei einer Südamerikareise. Eine Verwandte von mir erfuhr auf diese Weise nachts vom Tod ihres alten Vaters. In aller Frühe ging sie zu ihren Eltern. Ihre Mutter dachte, der Vater würde noch (in seinem getrennten Schlafzimmer) schlafen, und war sehr erstaunt, ihn tot vorzufinden. Die Tochter meinte als Erklärung nur: Er hat sich heute Nacht von mir verabschiedet. Viele kennen das aus ihrem Umfeld, scheuen sich jedoch, darüber zu sprechen, weil sie Angst haben, als verrückt zu gelten. Aber auch von Sterbebegleitern ist bekannt, daß sie manchmal bei Sterbenden die Seele wie eine Wolke sich vom Körper ablösen sehen, bis manchmal erst nach mehreren Stunden die bekannte Silberschnur zerreißt. Dann erst beginnt die Verwesung des Körpers. Die englische Krankenschwester Joè Snell berichtet in ihrem Buch "Der Dienst der Engel": „Ich wurde dann Berufspflegerin, und diese Berufung übte ich zwanzig Jahre aus. Ich war Zeugin vieler Todesvorgänge, aber immer, sofort nachher, sah ich die Geistform in Erscheinung eines ätherischen Doppels der menschlichen Form Gestalt annehmen über dem Körper, in dem das Leben erlosch, und verschwinden.“ Viele dieser Berichte stammen von Personen, die als ernsthafte und glaubwürdige Personen bekannt sind (Stier, Bosco, Ahrend, auch Steiner). Diese Bemerkung ist wichtig, weil diese Phänomene sehr befremdlich sind: Jemand hat den starken Eindruck, mit seinen physischen Augen ein schemenhaftes Geistwesen zu sehen. Ein Sterbebegleiter bekräftigt dies: „... sobald ich den Blick wieder auf das Sterbebett richtete, war auch die Geisterscheinung wieder zu sehen.“ Wie kann man das interpretieren? Viele kennen Ähnliches als eine Art Gedankenübertragung. Man hat auf einmal so ein Gefühl... Bei diesen Beispielen mag zwar Telepathie dabei sein, aber wesentlich ist, daß ein sich sinnvoll bewegendes und oft dem Betrachter zugewandtes Geistwesen bewußt wahrgenommen wird. Auch Begriffe wie Einbidlung, Halluzination, Wachtraum o.ä. mögen zuweilen zutreffend sein, sie sind jedoch mit dem realen Erleben dieser Phänomene kaum vereinbar. Interessant ist folgendes: Mit diesem Phänomen scheint meist eine gewisse körperliche Müdigkeit verbunden zu sein (siehe auch die 'Vision 63' der "Christuserlebnisse"), auch die beiden anderen Fälle lagen im Bett). Und auch der Sterbebegleiter berichtet weiter: „Die ganzen fünf Stunden über hatte ich ein seltsames Gefühl der Beklommenheit, eine schwere Last lag mir auf Kopf und Gliedern.“ Es ist wohl so, daß zur physischen Visualisierung des rein Geistigen materielle (oder materienahe spirituelle) Energie benötigt wird. In Grebers Buch (Lit. 3) wird dieser Prozess mit seinen energetischen Aspekten und mit vielen Beispielen genau beschrieben. Z.B. daß diese Energie gesetzmäßig nur dem Beobachter entnommen werden kann. Auch das meist durch Epilepsie begründete Hinfallen des Paulus bei seiner Christusvision vor Damaskus fügt sich in dieses Bild (s. die ausführliche Diskussion zu Paulus in Startseite- "Bibel"-"Paulus").
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