Was also ist Seele?




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Aus den rechts angeführten Texten, vor allem aus dem Kapitel Offenbarungen, folgt:
Wir sind duale Wesen:
- wir sind materielle Körper, mit einem Ich des Hirns, meist Ego genannt,
- und wir sind immaterielle Seelen mit immateriellem Ich, meist Selbst genannt.

Daraus ergeben sich viele Fragen:
? Lassen sich Seele und Körper, Selbst und Ego überhaupt trennen, unterscheiden?
? Wann und wie handeln wir als Ego und wann als Selbst?
? Sind Menschen ohne Seele lebensfähig?
? Sind Seelen ohne Körper existenzfähig?
? Wann und wie verbindet und löst sich die Seele vom Körper?
? Haben auch Tiere eine Seele?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, müssen wir die geistige Welt darüber befragen, denn ohne Offenbarungen sind unsere Meinungen bloße Fantasie. Die Auswahl ist groß, z.B. ist die Seele ...

- "ein tiefes Gefühl, wir sterben ganz" - die protestantische Theologie,
- "der Ort, wo wir verletzlich sind" - Drewermann,
- "das Lebensprinzip, ohne Seele kein Leben" - eine weit verbreitete Meinung,
- "die Quelle unserer Intuitionen" - Steiner und die Antroposophie,
- "das Bewusstsein, Ich, der freie Wille ist dem Hirn übergeordnet" - veraltete Philosophie,
- "ein alter Aberglaube" - der wissenschaftliche Materialismus.
Wer hat recht?
Diese Frage behandeln die Kapitel Offenbarungen und Hirnforschung.

Alle diese Meinungen haben Sinn im Rahmen unseres alltäglichen, normalen Verhaltens. Fragen wir also besser danach, wie und wo sich im Rahmen nicht alltäglicher, paranormaler Erfahrungen unsere immaterielle Seele bemerkbar macht.

Hinweise

Die wichtigsten Hinweise erhalten wir aus heutigen Offenbarungen. Da sind einmal die medialen Phänomene wie Auditionen, Durchgaben, Visionen, Schreibzwang usw. Solche Kontakte mit anderen Welten benötigen eine Antenne, einen Brückenkopf, einen immateriellen Anteil unserer Gesamtpersönlichkeit, wir nennen ihn Seele. Aus diesen und anderen paranormalen Phänomenen sowie aus Hinweisen von den Offenbarungen selbst ist die Seele normalerweise
eine untergeordnete Hintergrundenergie, die
  • das Ego des Hirns durch Identifikationen stärkt
  • an unserem bewussten Alltagsleben teilnimmt
  • in meditativen und tranceähnlichen Zuständen mit Hirn und Körper
    direkt interagieren kann, jedoch sonst
  • nur tendenziell Einflüsse durchsetzt, Aufmerksamkeit lenkt, Entscheidungen in Frage stellt und motivierende Gewichtungen setzt. Das kann auch durch Krankheiten, Erfahrungen, besondere Träume, innere Unruhe o.ä. geschehen (s. z.B. Walsch).

Es ist also nicht so, dass die Wissenschaft des normalen Geistes eine duale Seele braucht, um die Alltagspsyche zu verstehen. Es scheint vielmehr umgekehrt so zu sein, dass immaterielle Seelen materielle Menschen brauchen, um irdische Erfahrungen in Freud und Leid mitfühlend zu begleiten.
Bei manchen Menschen ist diese mitfühlende Begleitung eher passiv, bei anderen mehr aktiv und mitgestaltend gemäß einem Lebensplan der Seele. Unsere Seelen möchten Liebe, Freude, Hass und Angst erfahren in allen nur denkbaren Schattierungen von aktiv gestaltet bis passiv erlebt. Das ist der tiefe Sinn unserer Inkarnationen. Siehe hierzu vor allem bei Walsch, Hasselmann, Seth Lit. 46,49,51,53 und bei Michael in der ergänzenden Webseite Seele-verstehen von Rolf Herklotz.

Nehmen wir ein Bild:
Wir sind Schauspieler, die Welt ist unsere Bühne. Wir spielen im vorgegebenen Rahmen von Kultur, Zeitgeist, Genen, Erziehung usw. Rollen in vielerlei Gruppen wie Familie, Beruf, Freizeit usw. Dieses Rollen-Ego wird belebt, verstärkt und gefärbt durch die Individualität des Schauspielers bzw. durch unsere Seele. Seele und Rolle sind eine ganzheitliche Identität bis zum Ende, wenn das immaterielle Ich des Schauspielers bzw. der Seele mit den Erfahrungen eines Lebens in seine immaterielle Umgebung zurückkehrt.

Ein Zitat der GLZ-Brunner (Lit. 4) möge dieses Bild bekräftigen: „Körper und Hirn treffen ihre eigenen Entscheidungen, mehr oder weniger geleitet von einem aufmerksamen Ego-Bewusstsein. Die Seele trifft parallel dazu Entscheidungen, die den Körper in Situationen stellen, die seine Existenz mit (einem ihm meist unbekannten) Sinn erfüllen. Vieles ist seelisch notwendig, was das Ego des Hirns nicht tolerieren kann.Seth bekräfigt das: „Das äußere Ich und das innere Ich arbeiten zusammen. Das eine befähigt euch, mit der bekannten Welt umzugehen, das andere trägt euch jene feineren inneren Wahrnehmungen zu, ohne die eine physische Existenz nicht aufrechterhalten werden kann.

Philosophisch gesehen werden wir von zwei Determinanten bestimmte: einer materiell-biologischen Kausalkette und einer immateriell-geistigen.

Die Interaktionen von Seele und Körper
finden auf verschiedenen Ebenen statt.

  • Über den Körper meist vermittels der Chakren. Daraus können sich Krankheiten ebenso ergeben wie spontane Heilungen (s. Walsch, Seth, GLZ-Brunner ua.).
  • Über das Hirn vermittels Gefühl und Intuition (s. Walsch, Seth).
  • Und über das als gemeinsam und individuell empfundene Ich, das zugleich das Ich der Seele wie das Ego des Hirns ist, ohne sich seiner Doppelnatur bewusst zu sein.
Das nebenstehende Bild aus den Schriften der Hildegard von Bingen zeigt symbolisch, wie der materielle Mensch mit Hirn und Ego (weiße u. graue Kreise) in die Seele (roter Kreis) eingebunden ist, und wie diese hinwiederum ein Teil Gottes (äußerer Rand) ist und in Gott ruht. Dieses Bild hat sicher zeitlose Gültigkeit und wird durch alle modernen Offenbarungsbeispiele bestätigt.

Für das Verständnis des Zusammenwirkens von immaterieller Seele und materiellem Ego-Geist-Hirn sind auch noch andere Phänomene wichtig, z.B. der plötzliche Persönlichkeitswechsel der Tieftrancemedien (s. Offenbarungsarten). Hier setzt plötzlich ein ganz anderes Denken, auch eine sehr andere Persönlichkeit ein. Zwar mit dem Wortschatz des Mediums, jedoch mit völlig anderen Inhalten und anderem Wissen. Da denkt ganz ein Anderer. Sehr plastisch schildert der katholische Priester Johannes Greber ein solches Erlebnis in seiner Biografie.

In diesen spektakulären Fällen wird das vorsprachlich-unbewusste Denken offensichtlich aus dem Immateriellen geprägt - ein Phänomen, das die moderne Wissenschaft leider noch nicht erklären kann. Die Kommunikation bei Visionen und in manchen Nahtoderfahrungen scheint so zu funktionieren, und ebenso die experimentell nachweisbare Gefühlskommunikation zwischen Menschen mit guten und engen Beziehungen (s. Ganzfeldforschung).

Für die Frage, welche Gedanken oder Intuitionen im Hirn und welche in der Seele entwickelt werden, liefert der Anfangsdialog Gottes mit Walsch ein wichtiges Unterscheidungskriterium. Im speziellen Fall der Tieftrancemedien kommen die Gedanken offensichtlich direkt aus der Seele der sich medial mitteilenden Offenbarungsquelle. Zur Übertragung ist eine bestimmte immateriell-geistige Energieart nötig, deren Eigenschaften und Funktionsweisen im Kapitel 2 des Greberbuches und in "Gespräche mit Seth" (Lit. 49) ziemlich genau beschrieben werden. Nach Matthaei geschieht diese Wechselwirkung zwischen Hirn und Seele durch Resonanz zwischen Bio-Energie und EM-Energie (These 9 Seite 24 in Allgemeine Quantentheorie), nach dem Exozytose-Modell von John Eccles durch quantische Effekte in den Synapsen des Kortex. Leider ist diese Forschung noch ganz am Anfang, denn die Wissenschaft hat andere Interessen.

Ein stimmiges Bild unserer Gesamtpersönlichkeit erhalten wir jedenfalls erst dann, wenn wir das Zusammenspiel von Normalität und Paranormalität, von Sinnlichem und Außersinnlichem, von Immanenz und Transzendenz in seiner ganzen Vielfalt betrachten und erforschen (siehe Offenbarungen"). Hierzu ist eine neutrale Offenbarungs-, Medien- und Seelenforschung dringend nötig!

Zitate aus "Gespräche mit Seth"

"Da nun aber euer Bewußtsein, wie ihr es versteht, sich seiner inneren Aktivitäten unbewußt ist, so identifiziert ihr euch nicht mit diesem inneren Teil eurer selbst. Ihr identifiziert euch vielmehr mit demjenigen Teil von euch, der fernsieht, kocht oder arbeitet - dem Teil, von dem ihr glaubt, daß er weiß, was er tut. Aber dieser scheinbar unbewußte Teil eurer selbst hat ein viel umfassenderes Wissen, und von seinem reibungslosen Funktionieren hängt eure ganze physische Existenz ab.

Dieser scheinbar unbewußte Teil ist bewußt, wissend und wachsam. Es liegt an euch, an eurem Ausgerichtetsein auf die physische Realität, daß ihr seine Stimme nicht hört und nicht begreift, daß er der große Kraftquell ist, in dem euer physisch orientiertes Selbst wurzelt. Ich nenne dieses scheinbar Unbewußte das »innere Ich«, weil es die inneren Vorgänge lenkt. Es kombiniert Informationen, die euch nicht durch die körperlichen Sinne, sondern über andere, innere Kanäle erreichen. Es ist ein innerer Beobachter der Realität, der jenseits der Dreidimensionalität existiert. Es bewahrt in sich die Erinnerung an jede eurer früheren Existenzen. Sein Blick ist auf subjektive Dimensionen gerichtet, die buchstäblich unendlich sind, und aus diesen subjektiven Dimensionen fließt alle objektive Realität.

Das äußere Ich ist jedoch ein eifersüchtiger Gott, der auf der Wahrung seiner Interessen besteht. [s. hierzu Eckart Tolle, "Jetzt", Lit. 21,20] Das äußere Ich ist nicht bereit, die Realität anderer Dimensionen anzuerkennen als solcher, in denen es sich selber behaglich fühlt und die es versteht. Es war als eine Stütze gedacht und ist zum Tyrannen geworden. Immerhin ist es viel elastischer und lernbegieriger, als man allgemein annimmt. Seine Neugier kann von großem Vorteil sein.

Für diejenigen unter euch, die sich fragen, wo ich das Unbewußte, von dem die Psychologen reden, ansetzen würde, sei gesagt, daß man es sich sozusagen als einen Treffpunkt vorstellen muß, wo die äußeren und die inneren Ich zusammenkommen. Ihr müßt wissen, daß es innerhalb des Selbst keine fest umgrenzten Bereiche gibt; wir sprechen also von den verschiedenen Teilen nur, um die Grundidee klarerzumachen."

Bemerkung von Seth zum Medium Jane Roberts:
"Ich dränge meine Wahrnehmungen weder der Frau [dem Medium] auf, durch die ich spreche, noch ist ihr Bewußtsein während unserer Kommunikation ausgelöscht. Statt dessen findet eine Ausweitung ihres Bewußtseins und eine Projektion der Energie in außerhalb der dreidimensionalen Realität gelegene Bereiche statt.

Diese auf außerhalb des physischen Systems zielende Konzentration könnte den Eindruck erwecken, als wäre ihr Bewußtsein ausgelöscht. In Wirklichkeit wird es aber vermehrt. Ich, von meinem eigenen Realitätsbereich her, richte meine Aufmerksamkeit auf diese Frau, aber die Worte, die sie spricht - diese auf diesen Seiten aufgezeichneten Worte -, sind ursprünglich gar keine Worte.
Einmal ist die euch bekannte Sprache eine langsame Angelegenheit: Buchstabe reiht sich an Buchstabe, um ein Wort, und Wort an Wort, um einen Satz als Resultat linearer Gedankenmuster zu bilden. Die euch bekannte Sprache ist teilweise und grammatikalisch das Endprodukt eurer physischen Zeitsequenzen. Ihr könnt euch nur auf eine beschränkte Anzahl von Gegenständen gleichzeitig konzentrieren, und eure Sprachstruktur ist für die Mitteilung von verwickelten Simultanerlebnissen nicht geeignet.

Ich bin mir einer Erlebnisform bewußt, die nicht linear ist, und bin imstande, mich auf eine unendliche Vielfalt gleichzeitiger Geschehnisse einzustellen. Ruburt [das Medium] könnte diese nicht ausdrücken, und so muß man sie, wenn man sie mitteilen will, auf die lineare Ausdrucksform nivellieren. Diese Fähigkeit, eine unbegrenzte Anzahl gleichzeitiger Geschehnisse wahrzunehmen und darauf zu reagieren, ist eine grundlegende Eigenschaft eines jeden Gesamtselbst oder jeder Wesenheit. Ich kann sie deshalb nicht als Besonderheit für mich in Anspruch nehmen.

Wie bereits erwähnt, kennt jeder Mensch nur einen kleinen Teil seiner selbst. Die Wesenheit ist jene Gesamtidentität, von der seine Persönlichkeit eine Manifestation, einen unabhängigen und ewig gültigen Teil darstellt. Bei diesen Kommunikationen erweitert sich daher Ruburts Bewußtsein und stellt sich doch auch wieder auf eine andere Dimension ein, eine Dimension zwischen seiner Realität und meiner, ein Bereich, der relativ störungsfrei ist. Hier präge ich ihm mit seiner Erlaubnis und Zustimmung bestimmte Begriffe ein. Diese sind, insofern jedes Wissen und jede Information den Stempel der Persönlichkeit tragen, die sie speichert und weitergibt, nicht neutral. Ruburt macht mir seinen Wortschatz zugänglich, und so bringen wir gemeinsam ganz automatisch die verschiedenen Worte hervor, die gesprochen werden. Es können dabei Störungen auftreten, so wie jede Information entstellt werden kann. Wir sind jedoch jetzt an diese Zusammenarbeit gewöhnt, und Störungen begegnen daher höchst selten."
Zititert aus "Gespräche mit Seth" Lit. 49.

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