Sündenfall
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zum Autor zur Literatur Inhalt: Der Sündenfall Gesetze der Liebe Physikalische Aspekte Der Fall der Geister Literatur |
Die Gesetze der Liebe Nach Jakob Lorber wurden uns, den bewußten Geistwesen, sieben ewige Gesetze gegeben (Lit. 8). Vier dieser sieben Gesetze lauten: “Liebet die Liebe – Euer Inneres sei auch euer Äußeres – Keiner verdecke je sein Antlitz vor dem Anderen, damit der Andere nicht wisse, was die Liebe ist – Euer Äußeres sei der getreue Wiederschein eures inneren Spiegels, in welchem sich die Liebe der Gottheit beschaut; sonst wird der innere Spiegel zerbrochen werden, und eure Gestalt wird schrecklich werden.“ Der innere Spiegel, in welchem sich die Liebe der Gottheit beschaut, mag dem innersten Ich, der Seele, dem 'Selbst' der Erwachten (s. "Erwachte"), dem Ebenbild Gottes in uns entsprechen, dessen von Grund auf liebendes Antlitz nicht verborgen werden darf, weil wir Liebe ja nur mittels eines Anderen erfahren können. Das nur biologisch nützliche Ego mag die unser liebendes Selbst verbergende Maske sein. Unser Ego ist ganz sicher von „schrecklicher Gestalt“, denn im ängstlich-egoistischen Ego ist nichts Göttliches mehr zu erkennen. Diese Gebote sind keine Drohung für eine schreckliche Zukunft in der Hölle, sondern der „zerbrochene Spiegel“ und die „schreckliche Gestalt“ sind seit Jahrtausenden unsere Gegenwart! Über 100 Millionen Tote allein im 20.ten Jahrhundert bezeugen das eindrücklich. In wem von uns mag oder kann sich noch „die Liebe der Gottheit beschauen“? Wie es dazu gekommen ist, daß „der Spiegel zerbrach“, das ist die Geschichte des Sündenfalls. Aus mystisch-medialer Erfahrung und Information hat der Mensch zwei Vergangenheiten.
Der Sündenfall Das „göttliche Wort“ diktiert dem schlichten Schreiber Jakob Lorber hierzu folgenden majestätischen Kommentar (Lit. 8): „Als ich die Geister als meine reifgewordenen Ideen aus mir herausstellte und sie erfüllte mit meiner Kraft also, daß sie selbst zu denken und zu wollen begannen, da mußte ihnen denn auch eine Ordnung gezeigt werden ... Damit mußte aber auch der Reiz zur Nichteinhaltung der gegebenen Ordnung in diese ersten Wesen gelegt werden, ansonsten sie von ihrem Wollen nie Gebrauch zu machen imstande gewesen wären. Der in sie gelegte Reiz brachte in ihnen erst eine wahre Lebensregung zustande, der zufolge sie zu schließen, zu wählen, fest zu wollen und zu handeln begannen. Es ist, so daß man das weiß, denn endlich ganz leicht zu begreifen, daß schon in den erstgeschaffenen Geistern ein gewisses Unkraut sich zu zeigen anfangen mußte, weil der Reiz gar viele der ersten Geister aus der Ordnung hob und sie im stets mächtiger werdenden Widerstreben am Ende verhärten mußten und auf diese Weise den Grund zur materiellen Weltenschöpfung boten.“ So beginnt unser Drama. Bei Greber (Lit. 3) wird die Geschichte unter einem etwas anderen Aspekt betrachtet: „Der freie Wille, der als höchstes Geschenk des Schöpfers den Geistern zuteil geworden war, gab ihnen freilich auch die Möglichkeit, sich den Anordnungen ihres Führers Christus zu widersetzen.“ (Hiob 4,18; 15,15) „Leider kam die Trennung eines großen Teils der Geisterwelt von dem Reiche Gottes durch Auflehnung gegen die Führerschaft Christi. Es war nicht ein Auflehnung gegen Gott selber, sondern gegen den von ihm eingesetzten Herrscher Christus. Ihr könnt euch die Vorgänge nicht menschlich genug vorstellen. Es war genauso, wie es bei euren irdischen Revolutionen geht. Es gibt die Masse der Mitläufer, und es gibt Rädelsführer, die ihren Plan reiflich überlegt und gründlich vorbereitet und ihren Gehilfen hohe Ämter versprochen haben. Haupträdelsführer war der von Christus ersterschaffene Geist, die erste Menschenseele, namens Luzifer.“ Etwas feinsinniger beschreibt in dem durch ein Schreibmedium um 1895 entstandenen „Buch Emanuel“ (Lit. 10) das Geistwesen Emanuel diese Vorgänge: „Ihr dürft diesen Fall eines Teiles der reinen Erstlingsgeister nicht mit euren Sünden vergleichen. Es war eine Trübung, die ihr kaum fassen könnt. Nicht mehr vollständiges Anschmiegen an den Gotteswillen, nicht Einsetzen der ganzen Kraft, nicht genügendes Empfinden der Größe Gottes – dies waren die Wolken, die den Blick der Geister immer mehr verdunkelten.“ Dass diese 'Verdunkelung', die 'Auflehnung', das 'Widerstreben' vom Schöpfer geplant und vorgesehen, sogar gewollt war, beschreibt Lit. 48 in vielen Varianten: „Es besteht ein Unterschied zwischen etwas wissen und es erfahren. Der reine Geist sehnte sich danach, sich selbst zu erfahren. Dazu muss er dem begegnen, was er nicht ist.“ Da er selbst Liebe und Freude ist, muss er der Nicht-Liebe und Nicht-Freude begegnen, das sind Angst und Mühsal, die beherrschenden Kräfte gottfernen Lebens und unseres Ego (s. "Erwachte"). In diesem gottfernen Rahmen betätigen wir nun unsere schöpferischen Fähigkeiten. Das funktioniert jedoch nur, weil wir unser ursprüngliches Sein vergessen haben: „Beim Eintreten ins physikalische Universum habt ihr die Erinnerung an euch selbst aufgegeben. Das gestattet euch, die Wahl zu treffen, wer ihr sein wollt, statt sozusagen einfach im Schloss aufzuwachen. ... Eure Aufgabe auf Erden ist es deshalb, euch - und ebenso Andere - zu erinnern, wer ihr eigentlich seid. Das ist euer einziges Ziel, das Ziel eurer Seele.“ Physikalische Aspekte Von dem empfindsamen Emanuel kommt hierzu ein interessanter supraphysikalischer Aspekt: „Durch nicht mehr einheitliches Streben entstand eine elementare Veränderung im Stofflichen mit der Folge ungesetzlicher Verbindungen oder Vermischungen der Urstoffe. Damit standen sich statt allgemeiner Entwicklung nun Entwicklung und Entartung diametral gegenüber. Die Harmonie war gestört, und nur neue Gesetze konnten die Dissonanz wieder zur Harmonie umbilden.“
Auch der Grebersche Geist betont physikalische Aspekte: „Jede
Gegensätzlichkeit eines Geistes hat auch eine Änderung seines geistigen Leibes zu Folge. Er wird getrübt und erhält eine größere Verdichtung. Dieses schwächt nicht nur die Erkenntnis, sondern nimmt dem Geist vor allem die Erinnerung an das frühere Dasein ... so wie ihr auch bloß euer jetziges
Leben kennt.“
Weiter mit Emanuel: „Wenn eine Gottesgabe wie die Willensfreiheit Schaden anrichtet, so nimmt Gott diese Gabe nicht zurück, sondern den Wirkungen dieser Gabe werden nur engere Grenzen gezogen, und Gott gibt dem Geist weitere Gaben, die seinen nunmehrigen Bedürfnissen entsprechen.“ Dies erklärt die Entstehung diverser Sphären, von denen so viele Medien berichten. Unsere Sphäre, die materielle Welt, hat zweifelsohne enge Grenzen gegenüber anderen, für uns unerkennbaren Sphären. Und als „weitere Gaben“ haben wir die Fähigkeiten unserer Körper und Gehirne erhalten. Zum (supra-)physikalischen Aspekt der Entstehung dieser Sphären gibt es eine Verbindung dreier ansonsten sehr verschiedener Offenbarungen. Zu Jakob Lorber spricht das göttliche Wort an mehreren Stellen ganz nebenbei von Sonnensystemen: „Zuerst wurden Hauptzentralsonnen, und aus ihnen wurden endlich alle zahllosen anderen Sonnen und Weltkörper.“ Hierzu kommt eine Vorhersage späterer Offenbarungen: „...anderer und späterer Werke garnicht zu gedenken, in denen sozusagen die Sonne und mit ihr materiell und hauptsächlich geistig alle Planeten-, Sonnen- und Zentralsonnensysteme verständlich genug und ausführlich entwickelt und enthüllt werden.“ Diese Prophetie wird wenige Jahrzehnte später in den Tibeter-Briefen des Mediums Alice Bailey zuerst eingelöst. Und sie wird 120 Jahre später in den Offenbarungen an Gabriele Wittek in großer Ausführlichkeit erfüllt. Ausgerechnet über eine katholisch erzogene, schlichte und herzliche Frau (s. "Christus"). Auch das göttliche Wort in Jakob Lorber deutet auf physikalische Aspekte, indem es die Ähnlichkeit aller Sphären betont: „Alles, was nun Materie heißt, war dereinst Geistiges. Die Materie selbst ist nichts anderes als ein gerichtetes (aus der ursprünglichen Ordnung herausgefallenes) und aus sich selbst verhärtetes Geistiges. Sie ist eine allergröbste und schwerste Umhäutung oder Umhülsung des Geistigen. Das Geistige aber kann nie selbst zur Materie werden, sondern lebt und besteht in der Materie, welcher Art sie auch sei, fort (z.B. könnte das Paulische Ausschlussprinzip solch ein in der Materie wirkendes Geistiges sein, s. "Quantenphysik"-"Auschlussprinzip"). Sehet, so wie nun die Menschen durch Eigenliebe, Selbstsucht, Hochmut und Herrschsucht derartig voll aller Materie werden, daß sie viele tausendmal Tausende von Jahren hindurch sich nicht völlig davon zu befreien imstande sein werden.“ Daß geistige, religiöse Bilder physikalische Äquivalente haben sollen, dass es also so etwas wie "Urstoff", "geistige Atome", mit atomarer Masse "verhärtetes und umhäutetes Geistiges" geben sollte, das zu denken fällt uns schwer. Andererseits jedoch ist die Vorstellung einer anderen Welt ohne (supra-)physikalische Gesetze und ohne eine Entsprechung zu materieller Masse und Energie im Grunde noch absurder. Oder blind-naiver. Erst durch die Vorstellung einer physikalischen Ordnung auch des Immateriellen und Geistigen gewinnt die Schöpfung insgesamt an Verständlichkeit. Supraphysikalische Theorien wie die von Burkhard Heim (Lit. 47) oder J. H. Matthaei (persönliche Skripte bei mir) sind auf Experimenten beruhende erste Versuche, die physikalische Ordnung von Allem-was-ist mathematisch und prozesshaft theoretisch als Grundlage für weitere Experimente zu fassen. Der Fall der Geister Emanuel schildert das so: „Nun erst trat das ein, was ihr Versuchung von außen nennt. Einige reingebliebene Geister sahen die schöpferischen Folgen des Verlassens der gesetzlichen Entwicklungswege, und es reizte ihre Neugierde und ihre Kraft, auch ihre Intelligenz schaffend und eigenwillig zu betätigen.“ (genau dies ist vom Schöpfer auch beabsichtigt, wie Lit. 48 in vielen Varianten ausführlich erklärt). Und was geschah mit den Geistwesen, die dieser Versuchung widerstanden? „Sie ernteten als gesetzliche Folge klarere Erkenntnis, die immer mächtigere Gottesliebe zur Folge hatte, bis ihre Vollkommenheit jeden Fall unmöglich machte.“ (auch diese zweite Wahlmöglichkeit erläutert Lit. 48 ausführlich). Es kam zu einem Höhepunkt, und Luzifer wurde mit seinen Gehilfen in die tiefste Sphäre der Schöpfung verwiesen. Luk.10,18 zitiert Jesus: „Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz.“ 2.Petr.2,4 und Offb.12,7-8 beschreiben diese Szene, ebenfalls Hesekiel 28,11-19. Als wesentliche Ursache für diese Rebellion gegen Christus gibt der Grebersche Geist überraschenderweise wörtlich das selbe an, was auch der Erwachte Eckart Tolle als Kern aller unserer Probleme angibt: „Das Streben nach mehr“, nach mehr Eigenständigkeit, mehr Autonomie, mehr Macht, mehr Geld usw., aber auch nach mehr Liebe, mehr Genuß, mehr Unterhaltung usw. Die Grenzen, die Gott den Abgefallenen zieht, beschreibt der Grebersche Geist so: „Und was geschah mit der großen Zahl der Mitläufer? Gott versetzte sie in eine Sphäre, die ihr für den Himmel ansehen würdet, wenn ihr sie sehen könntet. Diese Sphäre ist das Paradies eurer Bibel. Es war also nicht auf dieser Erde, denn eine materielle Welt gab es damals noch nicht. Die biblische Schilderung als einen schönen Garten hat euch dazu veranlasst, es auf die Erde zu verlegen.“ Weiter bekräftigt der Grebersche Geist, was wir schon von den Berichten Verstorbener her kennen: „Ihr wisst nichts davon, daß es auch in den jenseitigen Sphären alles das in geistiger Form gibt, was ihr auf eurer Erde in materieller Form vor euch seht. Dort gibt es Gestalten, Häuser, Flüsse, Bäume, Blumen, Früchte usw.“ Markus 14,25: „Ich werde von nun an nicht mehr trinken vom Gewächs des Weinstocks bis an den Tag, an dem ich aufs neue davon trinke im Reich Gottes.“ In Tobias 12,19 sagt der Engel Raphael zu Tobias: „Ich genieße eine unsichtbare Speise und einen Trank, den Menschen nicht sehen können.“ Dieses Essen und Trinken ist ein reines Genießen. Es ist nicht biologisch notwendig wie bei uns. Werden durch solche Schilderungen die höheren Himmelsspären nicht überaus sympathisch? Der zypriotische Mystiker und Geistheiler Daskalos wählt als passendes Bild für das Wesen des Sündenfalls gerne das Gleichnis vom verlorenen Sohn, Lukas 15-11. Das hat, wie die Pubertät, nichts mit Gut oder Böse zu tun. Eher mit positiv oder negativ. Positiv wäre die innere Hinwendung zur Quelle von Bewußtsein und Schöpfung, negativ die Abwendung, mit der Folge der äußeren Hinwendung an alles Materielle. Die Folgen hiervon wiederum sind Unsicherheit und Angst, und die weiteren Folgen Leid und Zerstörung. Diese Geschichte vom Fall der Geister aus dem Reich Gottes wird von allen Medien und Mystikern mehr oder weniger dramatisch geschildert (Lit. 8). Dabei gibt es manche Abweichungen in Details, die sicher daher kommen, daß sowohl die Mystiker wie auch die Geistwesen der Tieftrance- oder Schreibmedien nicht alles wissen können und zuweilen selbst etwas fantasieren. Aber die Hauptlinien bis hin zur Erlösungstat Christi (s. das Folgekapitel "Erlösung"), die so ganz andere Hintergründe hat als unsere christliche Tradition das vermittelt, sind faktisch gleich.
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