Die dunkle Nacht der Seele und die Gehirnwissenschaft


zur Startseite

Ein wissenschaftlicher Kommentar zu dem
durch Deeksha bewirkten Transformationsprozess

von Christian Opitz

Christian Opitz ist Neurophysiker, Biochemiker, Kräuterkundiger und Schriftsteller. Als er fünf Jahre alt war, fand man heraus, dass sein IQ einer der höchsten war, die je gemessen wurden, und im alter von sieben Jahren fing er an, Physik und Biochemie zu studieren. Er hat eine neue Art des Heilens mit Namen "Radiant Life" entwickelt, welche die Funktion beider Gehirnhälften, Rohkost, körperliche Ertüchtigung und Naturbewusstsein miteinander verbindet. Im Jahr 1989 begann er eine erfolgreiche Karriere als Schriftsteller, Dozent und Entwickler von Gesundheitsprodukten. Christian Opitz ist Mitglied des Direktorenrates des "Project Theo Humanity", welches neue, reife Methoden emotionaler Heilung und spiritueller Entfaltung anbietet sowie an verschiedenen Unweltprojekten beteiligt ist. In den vergangenen 15 Jahren lehrte Christian in Europa und in den Vereinigten Staaten. Er wurde in Indien ausgebildet und lässt nun auch Oneness Deeksha in seine Arbeit einfließen.


Ein Aufsatz von Christian Opitz:

1977 wurde Ilya Prigogine der Nobelpreis in theoretischer Chemie für seine Entdeckung dissipativer Strukturen verliehen. Prigogine beschrieb, wie jedes natürliche System in nichtlinearer Weise wächst. An einem Punkt ist die organische Struktur nicht länger nützlich und zerfällt bevor eine neue Struktur erscheinen kann. Ein bekannteres Beispiel für dieses Prinzip ist die Verwandlung einer Raupe in einen Schmetterling. In Wirklichkeit wird die Raupe nicht im Kokon zum Schmetterling. Sie verwandelt sich eher in einen chaotischen, molekularen Brei aus dem der Schmetterling spontan entsteht.

Mystiker waren sich dieses Prinzips schon immer bewußt. Die Auflösung der gegenwärtigen Wahrnehmung eines Selbst und Gottes, bevor jemand sein wahres Selbst und Gott erfahren kann, ist ein gemeinsames Thema in den spirituellen Lehren der Menschheitsgeschichte. Der mittelalterliche christliche Mystiker, Meister Eckhart, drückte dieses Wissen in seinem bekannten Gebet aus: "Herr, befreie mich von dir, damit ich dich wirklich finden kann". Christliche Mystiker benannten diese Durchgangserfahrung des sich selbst verlierens bis hin zum finden der absoluten Wahrheit als die Dunkle Nacht der Seele.

Die dunkle Nacht der Seele

Der Begriff "Dunkle Nacht" bezieht sich nicht notwendiger Weise auf eine Schreckenserfahrung sondern deutet eher an, daß jemand nicht mehr weiß wohin er geht und wie er dorthin gelangt. Während jede Person und jede Deeksha einzigartig ist, scheint der Prozeß, durch den jeder geht der die Deeksha erhalten hat, ziemlich der gleiche zu sein. Von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen ist die Deeksha eine unvergleichlich effektive Methode um nicht nur die "Dunkle Nacht" einzuleiten sondern, was viel wichtiger ist, sie tatsächlich fruchtbar zu machen. Viele erleben eine Art Krise und den Verlust ihrer Identität auf ihrer spirituellen Reise und bis jetzt sind nur einige wenige aus einer solchen Erfahrung vollständig erleuchtet hervorgegangen.

Meiner Meinung nach ist der Deeksha- Prozeß das erste Hilfsmittel, das diesen Wechsel für die ganze Menschheit möglich macht. Es gibt zwei Hauptfaktoren, die den Deeksha-Prozeß weit effektiver als alles andere machen, um Menschen durch die "Dunkle Nacht" zur Erleuchtung zu leiten.

1. Die Aktivierung des Ruhe- und Erregungssystems.

Sri Bhagavan sagt, daß alles was völlig erfahren wird sich in Freude verwandelt. Im Gehirn gibt es zwei grundlegende Bewußtseinssysteme, das Ruhe- und Erregungssystem. Wenn jemand etwas aus einem voll funktionsfähigen Ruhesystem erfährt, was gleichbedeutend mit vollständigem Gewahrsein ist, wird das Erregungssystem aktiviert und Freude erfahren.

So wird die Aussage Sri Bhagavans durch neurowissenschaftliche Einsichten voll unterstützt. Das deckt sich auch mit der taoistischen Lehre, daß Ying und Yang an ihren Endpunkten ineinanderübergehen.

Indes hat das normale menschliche Gehirn kein funktionierendes Ruhesystem und wir neigen dazu vor vielen Erfahrungen im Leben zurückzuschrecken, weil sie nicht zu Freude führen. Wenn die seitlichen Gehirnlappen chronisch überaktiv sind, wie ich es kürzlich in einem Artikel beschrieben habe, wird das Ruhesystem des Gehirns schwer beeinträchtigt. Bei einer chronischen Unterfunktion der vorderen Gehirnlappen ist das Erregungssystem des Gehirns ebenso unteraktiv. Dies führt zu dem biologischen Zwang etwas nie vollständig zu erfahren und verhindert damit die Transformation jeglicher Erfahrung in Freude. Ohne die vollständige Erfahrung der Wahrnehmung von Orientierungslosigkeit und des Chaos der "Dunklen Nacht" ist ein völliges Hindurchgehen nicht möglich. Die Raupe widersetzt sich nicht ihrer eigenen Auflösung und kann deshalb aus ihrer eigenen Vernichtung als Schmetterling hervorgehen.

Menschliches Bewußtsein hingegen widersetzt sich solange diesen Erfahrungen, wie das Gehirn in der Weise funktioniert, wie es für menschliche Wesen bis heute normal ist.

Biologische Zwänge sind einfach stärker als bewußte Absichten. Stelle Dir vor, jemand hätte Dir gesagt, Du würdest vollständig erleuchtet, wenn Du 6 Monate nicht schlafen würdest. Erleuchtung ade! Egal wie entschieden Du bist, der biologische Drang zu schlafen wird stärker sein. Deshalb können spirituelle Praktiken, die ausgeübt werden während das Gehirn in den begrenzten Mustern eines Ruhe- / Erregungssystems gefangen ist, nur vorübergehend Zustände von erweitertem Bewußtsein und Freude vermitteln. Für die meisten Menschen kann das allerdings nicht zu einer Auflösung der alten Wahrnehmung des Selbst und dem Erscheinen der Erleuchtung führen. Die besten Absichten das zu ändern sind wirkungslos wenn Dein Gehirn biologisch so mit dem Muster verknüpft ist, nicht mit vollem Bewußtsein erfahren zu können. Dennoch kann ein dem ursprünglichen Design des Gehirns entsprechender, direkter Eingriff mühelos das natürliche Funktionieren des Ruhe- / Erregungssystems aktivieren. Das scheint durch die Deeksha sehr effektiv verursacht zu werden und man kann sich ganz natürlich jeglicher Erfahrung hingeben, da die biologische Grundlage für eine solche Hingabe gegeben ist.

Um den Unterschied in der Wirksamkeit zwischen einer auf Absicht und einer auf direktem Eingriff basierenden biologischen Veränderung zu veranschaulichen laßt uns das am Beispiel "Kraft" verdeutlichen. Kraft ist eine neurologische Funktion und keine Qualität der Muskeln. Der Faktor, der die physische Kraft einer Person limitiert, ist eine neurologische Hemmung. Das ist der Grund weshalb eine Person während eines epileptischen Anfalles übermenschliche Kraft haben kann; die neurologische Hemmung fällt weg. Diese "Hemmung" beeinflußt andere Bereiche des Gehirns als die "Hemmungen", die eine Person davon abhalten natürlicher Weise erleuchtet zu sein , andererseits handelt es sich bei beiden um den gleichen Prozeß. Der Weltrekord im Bankdrücken liegt bei 897 amerikanischen Pfund (lbs). Das ist das Resultat eines extrem talentierten und sehr hart trainierenden Athleten, dessen ganzer Wunsch und Absicht es war, super stark zu sein.

Ein Gorilla teilt 99% des menschlichen Erbgutes. Allerdings hat der Durchschnittsgorilla auch ohne Absicht, Training und Anstrengung eine Kraft, die der von 4000 Pfund (lbs) beim Bankdrücken entspricht. Alles was ein Gorilla tut, ist auf sein natürliches Design eingestimmt zu sein. Gorillas versuchen nicht stark zu sein, sie sind nur was sie sind.

Ein menschliches Wesen, daß von seinem ursprünglichen Entwurf getrennt ist, kann sich niemals mit der natürlichen Kraft, die einem Gorilla mühelos zur Verfügung steht, messen. Weil der biochemische Prozeß der neurologischen Hemmung der gleiche ist, ob es sich nun um eine Hemmung der physischen Kraft oder der des Ruhe- / Erregungssystems handelt, kann uns dieses Beispiel zeigen, warum die Deeksha als eine dem ursprünglichen Design des Gehirns entsprechende und gegebene "Justierung", soviel stärker ist als auf Absicht beruhenden Anstrengungen.

2. Die Aktivierung und Regeneration des Septum Pellucidum.

In den 50iger Jahren haben Neurowissenschaftler entdeckt, daß die Aktivierung des in der Mitte des Gehirns gelegenen Septum Pellucidum, unmittelbar chronische Schmerzen, Depressionen und Ängste heilen und eine Wahrnehmung tiefen Friedens und Freude geben kann. Jedoch ist wegen der neurologischen Überaktivität in den seitlichen Gehirnlappen und dem daraus resultierenden Mangel an neuronaler Energie für den Rest des Gehirns das Septum Pellucidum von fast jedem chronisch unteraktiv. Das führt zu einer Schrumpfung dieses wichtigen Gehirnzentrums, was wiederum Freude und Lebendigkeit immer weniger verfügbar macht. Das löst dann die Suche einer Person nach Erfahrungen aus die Freude verursachen, weil Freude natürlich ist und wir biologisch so angelegt sind, sie zu erfahren. Wenn jedoch das Septum Pellucidum einmal geschrumpft ist, kann es nur extreme Stimulation anregen ein bißchen Freude zu produzieren.

Das ist die wirkliche biologische Basis von Drogenabhängigkeit, die Überreizung der Sinne und aller Dinge von rajasischer oder tamasischer Natur. Das Septum Pellucidum ist das Belohnungszentrum des Gehirns und wenn es nicht normal funktioniert erleben wir Belohnung oder Freude hauptsächlich durch unnatürliche Mittel.

Selbst bei Menschen, die einen sehr reinen Lebensstil leben, ist die Erfahrung von Freude oft abhängig von den Umständen. Eine der üblichen Beschreibungen des erleuchteten Zustandes ist der der bedingungslosen Freude. Man könnte auch sagen, daß die erleuchtete Person ein natürlich funktionierendes "Belohnungszentrum" hat, das immer eingeschaltet ist und nicht nur unter bestimmten Umständen.

Ein natürliches Septum Pellucidum macht das Erfahren des Lebens zu etwas lohnendem unabhängig davon um was es sich gerade handelt. Ein gesundes Septum Pellucidum erlaubt uns Freude in allem zu erleben. Es macht alles zu einer lohnenden Erfahrung, die Erfahrung der Dunklen Nacht eingeschlossen.

Das macht es in der Tat möglich, durch Erfahrungen des inneren Chaos zu gehen ohne den biologischen Drang uns von ihnen abzuwenden. In den letzten 7 Jahren habe ich Methoden zur Aktivierung des Septum Pellucidum untersucht und erfunden. Wenn ich mir die Veränderungen in den Gehirnen der Menschen anschaue, die den Deeksha-Prozeß durchlaufen, komme ich zu dem Ergebnis, daß es sich hierbei um das bei weitem wirkungsvollste Mittel handelt, das Septum Pellucidum zu aktivieren und zu regenerieren, das heute zur Verfügung steht.

3. Schlußfolgerung:

Aus wissenschaftlicher Sicht ist der Deeksha-Prozeß in seiner Effektivität und Logik unübertroffen, weil er der menschlichen Natur entsprechend arbeitet. Der alte Weg, zu versuchen sich gegen die Eigendynamik biologischer Zwänge und Programmierungen, die zur Erfahrung von Trennung und Leiden führen, zu transformieren, war nie auf natürlichen Prinzipen gegründet und hat deshalb auch nur für wenige funktioniert.

Wenn Erleuchtung, wie so viele Mystiker sagen, unser natürlicher Zustand ist, dann wird auch nur ein natürlicher Prozeß effektiv sein, um die Menschheit dazu zu erwecken.

Unsere Suche nach einer Lösung in Bezug auf das Leiden der Menschen muß von einer anderen Grundlage kommen als der Wirklichkeit des Leidens. Gegen biologische Zwänge mit Willensanstrengung anzugehen ist Teil der Realität des Leidens und nicht Teil seiner Lösung.

Die durch göttliche Gnade gegebene und unserem ursprünglichen Bauplan entsprechende Angleichung ist der Weg der Natur und aller Lebensformen, die an diesem natürlichen Weg teilhaben.

Zur Zeit führe ich weitere Untersuchungen in Bezug auf die Auswirkungen des Deeksha-Prozesses durch. Das schließt auch die Untersuchung von Faktoren mit ein, die das menschliche Gehirn für die Deeksha-Energie möglicherweise empfänglicher machen könnten. Es ist ein aufregender neuer Horizont für die Wissenschaft, der am Ende vielleicht Wissenschaft und Spiritualität auf eine völlig neue Weise zusammenbringt und bei dem sich beide zum Nutzen der Menschheit ergänzen und unterstützen.

Hinweise oder Kritik bitte hier.

zur Startseite