Offenbarungen
zur Startseite zum Autor zur Literatur zu Drucktexten Inhalt: 1. Experimente 2. Offenbarungen Leseprobe Greber Leseprobe Seth Leseprobe Walsch Leseprobe Lorber 3. Kriterien Betrug? Wahn? Wahrheit? Offenbarungsarten Offenbarungsquellen Sprache und Inhalte Wahn,Betrug,echt? Scheinbar Falsches Wikipedia 4. Beispiele Johannes Greber Jakob Böhme Emanuel Swedenborg Jakob Lorber Bertha Dudde N.D. Walsch Seth - Roberts Mohammed Die Bibel Paulus Erwachen,Erleuchtung 5. Unglaubwürdiges Rudolf Steiner Mirabelli St. Germain Mirza Ghulam Ahmad Uriella |
Die moderne Wissenschaft meint, mystisch-mediale Phänomene - also Offenbarungen, Visionen, Nahtoderfahrungen u.ä. - seien Fantasie oder Betrug, allenfalls interessante Halluzinationen oder Schizophrenie. Jedenfalls, das behaupten sogar einige protestantische Theologen, "werden Visionen im Hirn produziert", denn wo sollen sie denn sonst herkommen?
1. Experimente - zwei BeispieleWer an den Argumenten der Wissenschaft und an ihrer Diskussion interessiert ist, möge bitte zum Kapitel Hirnforschung übergehen. Hier möchte ich nur eines nennen: „Paranormale Experimente sind nicht wiederholbar, und unter kontrollierten Bedingungen hat noch kein Experiment funktioniert.“ Diese Behauptung ist schlicht falsch. Ich greife nur zwei spektakuläre Beispiele heraus:
Die Mirabelli betreffenden Tatsachen sind: + Die Texte konnten - da Mirabelli in Trance stand - von Mirabelli nicht bewusst manipuliert werden, sie sind originale Texte der jeweiligen Offenbarungsquellen. + Inhalte, Verschiedenartigkeit der Handschriften und die Beherrschung von 28 Fremdsprachen übersteigen Mirabellis Fähigkeiten bei weitem. + Mirabelli hatte durch seine medialen Fähigkeiten keinerlei Vorteile, er nahm kein Geld dafür, wurde sogar öffentlich angegriffen, mit Steinen beworfen und in die Psychiatrie zwangseingeliefert. + Sämtliche 392 Experimente wurden protokolliert, es wurde fotografiert, sie fanden immer bei heller Beleuchtung statt, die Zeugen standen unmittelbar um Mirabelli herum, Mirabelli war zuweilen weitgehend entkleidet und am Stuhl gefesselt. + Die Zeugen waren überwiegend öffentlich bekannte Personen, sie gehörten zur Elite der brasilianischen Gesellschaft, was durch den brasilianischen Konsul in München bestätigt wurde. Von keinem dieser Zeugen wurden bei späteren Recherchen Dementis bekannt (s. Wikipedia). Die Wikipedia-Formulierung von Mirabellis "angeblichen" Phänomenen und Experimenten bedeutet: Wir, die Wikipedia-Administratoren, halten trotzdem alles für Fantasie, Lüge und Betrug. Leider finden wir dafür keine Anhaltspunkte. Deshalb schreiben wir, die Administratoren, von "angeblichen" Experimenten. Die Meinung des Konsuls interessiert uns nicht, wir halten das trotzdem für Unfug. In diesem Wörtchen "angeblich" zeigt sich der ideologische Dogmatismus der "angeblich" neutralen Wikipedia-Administratoren. Auch die fünf Experimente mit Drossinakis sind nach allen Regeln frei von Betrug, und die klaren und eindeutigen medizinischen Diagnosen sind durch keinerlei Zufälligkeit zu erklären. Die vier anderen beteiligten und nicht erfolgreichen Heiler hätten beim kleinsten Betrugshinweis sofort protestiert. Die Bedeutung solcher Fähigkeiten liegt (neben dem Wert geistigen Heilens bei Drossinakis) vor allem darin, dass sie auf spektakuläre Weise zeigen und beweisen, dass es tatsächlich echte "Wunder" gibt, und dass wir Menschen materiell-immateriell duale Wesen sind, weil wir immaterielle Fähigkeiten, eine Seele haben. Wir verstehen noch nicht, wie das funktionieren kann. Das befremdet und ängstigt uns. Aber es ist ein Faktum, dem sich jeder stellen muss, der eine Aussage zum Wesen von Mensch und Welt machen möchte. Besonders wichtig für solche Aussagen sind religiöse Offenbarungen, vor allem die von allen Kirchen viel geschmähten Neuoffenbarungen. 2. Religiöse OffenbarungenWir finden beiläufige Hinweise auf religiöse Altoffenbarungen im Alten und im Neuen Testament, und in der Apokalypse auch eine sehr genau überlieferte Offenbarung. Ebenso ist der Koran eine bis heute bedeutende Offenbarung (s.u. unter "Mohammed"). Alte Offenbarungen sind jedoch problematisch, wenn Medien, Übertragungsarten, Offenbarungsquellen oder die Entstehung der Texte unbekannt oder verzerrt sind.Bei guten Neuoffenbarungen gibt es eine benennbare Offenbarungsquelle (meist Verstorbene, selten Christus oder Gott), mehrere typische Übertragungsarten (z.B. innere Diktate, Schreibzwang oder Tieftrancemedien), oft eine Gruppe von Zuhörern als Offenbarungsempfänger bzw. Zeugen und als Ergebnis unmittelbar festgehaltene Offenbarungstexte. Wie bei jeder Kommunikation kann die Quelle Sinn oder Unsinn erzählen, die Übertragung unklar sein und der veröffentlichte Text wörtlich oder nur sinngemäß, mit eigenen Gedanken des Mediums vermischt oder als unzuverlässige Erinnerung notiert worden sein. Für alles gibt es weiter unten Beispiele. Bei den Inhalten guter Neuoffenbarungen geht es wesentlich um Information über die jenseitige Welt, d.h. über die Fortexistenz nach dem Tod, über die Regeln der Reinkarnationszyklen, über die Komplexität der geistigen und materiellen Schöpfung insgesamt, über Schöpfung, Sündenfall und Heilswege und über den Sinn und die Funktionsweise dieser ganzen, gewaltigen Unternehmung. Also um den Sinn unserer Existenz als Seele aus Sicht ihres Schöpfers. Neuoffenbarungen vermitteln jenseitiges Wissen. Sie beenden metaphysische Spekulationen in Philosophie und Theologie. Mit diesem Gedanken machte sich schon Paulus unbeliebt als er sagte: „Wenn einer eine Offenbarung hat, muss der Andere schweigen“. Bekannte Beispiele für Neuoffenbarungen sind Jacob Böhme, Emanuel Swedenborg, Jakob Lorber, Johannes Greber, Beatrice Brunner, Bertha Dudde, Gabriele Wittek, Jane Roberts - Seth, Neal Donald Walsch und viele andere mehr. Wichtige Aspekte dieser Neuoffenbarungen werden i.F. diskutiert. Beispiele als LeseprobenFalls Sie, lieber Leser, mit Neuoffenbarungen wenig Erfahrung haben, dürfte es sinnvoll sein, zunächst einige Leseproben zu lesen. Sie erfahren dabei, was Tieftrancemedien und Auditionen sind, wie eine Offenbarung geschieht und wie beeindruckend Offenbarungen sein können.Greber: Der erste Text, auf den ich Sie verweisen möchte, ist ein Erfahrungsbericht des katholischen Priesters Johannes Greber aus dem Jahr 1923, den ich aus mehreren Gründen außerordentlich schätze, den ich jedoch auch kritisch betrachte, und den seine Freunde dankenswerterweise ins Internet gestellt haben. Das weiter unten folgende Kapitel "4. Beispiele - Greber" gibt Hinweise zur Glaubwürdigkeit Grebers und zur Kompetenz seiner Offenbarungsquelle. Hier finden Sie eine Wie in der Leseprobe bereits gesagt: Den Text/das Buch schrieb Greber einige Jahre später anhand seiner stenografischen Notizen. Er musste wegen der Kontakte zu der spiritistischen Gruppe sein Priesteramt aufgeben! Es ist also kein Fantasieroman, sondern ein teuer erworbener Erfahrungsbericht! Das Verhalten des Jungen ist typisch für alle Tieftrancemedien, es gibt Dutzende. Der Persönlichkeitswandel ist immer abrupt, tief beeindruckend und vollkommen unerklärlich. Es gibt dafür keinen äußeren Anlass, und die Personen sind psychisch vollkommen gesund. Das Wissen der "Gastperson" ist dem Bildungsstand des Mediums meist weit überlegen! Wer diese Gastperson ist, verrät uns Greber nicht. Es gibt Vermutungen, es sei die Seele eines ehemaligen katholischen Kirchenmusikers. Beeindruckend ist das direkte, klare und überzeugende Antwortverhalten der Gastperson. Auch das ist typisch und für das Medium selbst, den 17-jährigen Bauernjungen, unmöglich. Ob die Antworten immer richtig sind, ist eine andere Frage, darauf wird im Folgenden näher eingegangen. Seth: Von 1963 bis 1984 erfuhr das Tieftrancemedium Jane Roberts Durchgaben einer Offenbarungsquelle, die sich Seth nannte (s. Wikipedia "Jane Roberts"). Diesen Texten fehlt jeglicher traditionell-religiöse Hintergrund, der bei den meisten Offenbarungen vorherrscht. Seths Texte sind kühl-rationale Offenbarungen eines Intellektuellen, es sind Erfahrungsberichte ohne traditionelle Bewertungskonzepte, sozusagen Offenbarungen für Unfromme. Interessant ist auch die Schilderung von Frau Roberts in der Einleitung, wie sie ihre Medialität erlebt. Hier finden Sie eine Walsch: Eine vollkommen andere inhaltliche Qualität finden wir in der neuesten Offenbarung von 1992 an über das Schreib- und Intuitionsmedium Neal Donald Walsch. Hier diktiert Gott selbst. Das sagt uns die Ich-Form der Sprache, die hohe Qualität des gesamten Textes und der persönliche Eindruck von Walsch. Das klingt zwar unglaublich, aber warum sollte das denn nicht möglich sein? Schließlich werden wir, genauer: unsere immateriellen Seelen, "Kinder und Ebenbilder Gottes" genannt. Beweise sind das nicht, der Leser möge für sich selbst urteilen. Ich kenne drei Neuoffenbarungen Gottes: Lorber, Dudde und Walsch. Die Offenbarung an Walsch ist leicht verständlich und rational klar, ganz in unserer heutigen Sprache. Hier finden Sie aus dem Beginn des ersten Buches von Walsch "Gespräche mit Gott" eine Lorber: Um 1840 entanden die großen Offenbarungen an Jakob Lorber in Graz. Die Offenbarungsquelle ist dem Sprachstil nach eindeutig Gott selbst. Das erste große Werk, die "Haushaltung Gottes" mit 1000 Seiten, ist komplett im Internet verfügbar. Die Formulierungen sind altertümlich, sie dürften Lorbers Kultur entsprochen haben. Die Texte sind Diktate einer klaren inneren Stimme, sogenannte Auditionen eines von allen Beobachtern als psychisch gesund, zu Lüge und Betrug unfähig, bescheiden und fromm geschilderten Mannes. Hier finden Sie eine 3. KriterienWie könnte man nun falsche, unsinnige und bösartige Offenbarungen von echten, wertvollen und guten unterscheiden? Vergleicht man viele Offenbarungen, dann ergeben sich ganz von selbst gewisse formale, inhaltliche und ethische Kriterien.Betrug, Lüge, bewusste Fantasie?Zu Betrug gehören Motive, irgendwelche Vorteile. Die Realität zeigt oft das Gegenteil:- Der Kaufmann Mohammed verlor seine Kunden und sein gesamtes Vermögen, er wurde von Andersdenkenden mit dem Tod bedroht und musste deshalb 622 nach Medina fliehen. Das ist historisch gesichert (Hans Küng „Der Islam“). - Paulus gab wegen einer Offenbarung vor Damaskus sein bürgerliches Leben als angesehener Zeltmacher auf und ging auf Missionsreisen voller Entbehrungen und Entwürdigungen. Auch das ist historisch gesichert (Bradford „Die Reisen des Paulus“). - Jakob Böhme hatte nicht die Absicht, seine Arbeiten zu veröffentlichen. Seine Freunde kopierten sie jedoch, Böhme wurde zeitweise inhaftiert, erhielt Schreibverbot, und es wurde ihm ein christliches Begräbnis verweigert. - Emanuel Swedenborg, hoch geachteter schwedischer Ingenieur, veröffentlichte um 1740 mit 50 Jahren Berichte über seine Visionen und Auditionen im klaren Bewusstsein darüber, seinen Ruf zu ruinieren. Sein einflussreicher Zeitgenosse Kant fand seine Schriften "ganz abscheulich". - Der Musiker Jakob Lorber schlug 1840 das Angebot, Kapellmeister in Triest zu werden, aus, um Zeit zu haben, die Diktate seiner inneren Stimme, seine Auditionen, aufschreiben zu können. Er lebte fortan bettelarm von Spenden seiner Freunde. - Der katholische Priester Johannes Greber musste 1925 wegen wiederholter Teilnahme an spiritistischen Sitzungen sein Priesteramt aufgeben und stand mit 50 Jahren ohne Einkommen auf der Straße. - Bertha Dudde schrieb 9000 einzelne Texte nach Inspirationen und Auditionen nur für sich, ohne Ziel. Bis heute kann man kein Buch draus machen, auch keine Seminare und keine Vortragsreihen. Die Texte stehen kostenlos im Internet. - Mirabelli wurde aggressiv angegriffen, von religiösen Fanatikern mit Steinen beworfen und in die Psychiatrie eingewiesen. Mediale Hochbegabung ist eine große Last. Für seine anstrengenden Experimente in kleinen Kreisen hat er nie Geld erhalten, nur gegen Ende seiner Zeit ist er einige Male öffentlich aufgetreten. Es gibt auch scheinbare Gegenbeispiele. Die GLZ erhielt Koffer voller Schwarzgeld als Spende, das UL erhielt Spenden in Höhe vieler Millionen, die Uriella ist stinkereich, Walsch verdient sehr gut an seinen Büchern. Aber: Das sind definitiv anfangs nicht beabsichtigte spätere Folgen. Bei vielen Offenbarungen gibt es Zeugen. Bei Tieftrancesitzungen (Greber, Hasselmann, Wittek, Brunner, Michael ua.) sind immer kleine bis größere Gruppen mit Mikrofon anwesend, und der Raum ist normalerweise hell erleuchtet. Bei Mirabelli unterschrieben jeweils alle Zeugen die Protokolle.
Auch die Verschiedenheit der Symptome spricht gegen psychischen Wahn: Als Vortrag in Tief- oder Wachtrance, als automatisches Schreiben in grundverschiedenen Handschriften (Mirabelli in Wikipedia), als innerlich hörbares Diktat oder als überdeutliche Intuition. Besonders beeindruckend sind die Kolloquien mit Tieftrancemedien, wenn Zuhörer Fragen stellen und die Antworten immer sofort, klar und überzeugend kommen.
Weiterhin sagen die Medien übereinstimmend, sie hätten keinerlei Kontrolle über das, was sie gerade tun, sie fühlten sich aber trotzdem vollkommen gesund und erscheinen auch Anderen so. Jakob Böhme schreibt: „daß ich oft nicht weiß, ob ich nach meinem Geiste in dieser Welt bin, und mich des hoch erfreue.“ Die Universität Stockholm berichtet in einer Untersuchung an über hundert Schweden mit Christusvisionen: „Visionen bekommt man nicht aus Hysterie. Wir trafen nur gesunde Frauen und Männer. Dies ist grundlegend und sollte sich stark ins allgemeine Bewusstsein einprägen“.
Diese Kriterien für die Echtheit einer Offenbarung sind den mir bekannten Skeptikern und Materialisten leider unbekannt.
Visionen wie z.B. die Christusvisionen sind meist privat und meist nur für die Betroffenen selbst bedeutsam, für Unbeteiligte sind klare Texte aus sogenannten Wortoffenbarungen wertvoller. Wortoffenbarungen entstehen über
+ Tieftrancemedien: Bei diesen spektakulären Ereignissen fällt ein Medium in Tief- oder Volltrance (vermutlich Delta-Zustand des Hirns), und Sekunden später erwacht eine vollkommen andere Persönlichkeit in seinem Körper, hält mit dem Körper des Mediums einen kenntnisreichen Vortrag über ein bestimmtes Thema, beantwortet Fragen in Form eines Kolloquiums und verabschiedet sich nach einiger Zeit wieder. Das Medium bekommt davon nichts mit, es hat keinerlei Erinnerung. Meist werden diese Offenbarungen über Mikrofon oder stenografisch festgehalten (z.B. Greber, GLZ-Brunner Lit. 4, Universelles Leben Wittek, Roberts, Hasselmann Lit. 51,53).
Bei Wachtrance tritt das Medium nur „zur Seite“, macht Platz für eine andere Person und bekommt dabei mit, was geschieht. Beispiel: Frau Wittek. Sie erläutert hier, warum Wachtrance nach ihrer Meinung die vollkommenste Übertragungsart ist. In einfacher Trance (vermutlich Theta-Zustand) ist die Trennung zw. Fremdeinfluss und eigener Fantasie unklar.
+ Automatisches Schreiben: Hierbei bewegt sich die Hand wie von selbst (z.B. Walsch, Gasper, Mirabelli (Wikipedia), Jouvenel). Zitat Jouvenel:„Meine Hand geriet in zitternde Bewegung, und plötzlich begann sie, ganz im Gegensatz zu meiner eigenen Handschrift, mit großen, schrägen Zügen zu schreiben.“ Der Offenbarungstext ist dann natürlich original. Dabei entstehen oft kluge Aufsätze über Themen, von denen das Medium keine Ahnung hat, auch Gedichte. Die Medien sagen übereinstimmend, sie seien bei Bewusstsein, wissen, was sie im Moment schreiben, haben aber keinen Überblick und vergessen jeden Satz sofort. Der Schreibzwang wird als unwiderstehlich angegeben.
Eine Abart ist intuitives Schreiben, wobei sich dem Medium ihm fremde Gedanken, oft mit großer Gewalt, aufdrängen und aufgeschrieben werden wollen (Walsch, Böhme). Jakob Böhme hat sich 12 Jahre dagegen gewehrt, bis er schließlich nachgeben musste.
+ Auditionen: Hierbei hört das Medium etwas. Allerdings selten mit den physischen Sinnen, denn Zeugen hören meist nichts, sondern irgendwie anders. Manche hören eine Stimme innen, bei ihrem Herzen (Lorber, Dudde), bei anderen scheint es eher außen zu sein (Paulus vor Damaskus, Johannes der Apokalyptiker, heutige Christusvisionen). Der Offenbarungstext ist gut, wenn die Stimme dem Medium diktiert (Lorber), weniger gut wenn das Gehörte erst viel später (Koran) oder mit eigenen Kommentaren versehen (Swedenborg) notiert wird. Gute Auditionen haben keinerlei Ähnlichkeit mit psychotisch-schizoiden Wahnstimmen, ihre Texte sind klar, folgerichtig, unpersönlich und das Medium erscheint und fühlt sich auch selbst völlig gesund.
Die als "Astralsphäre" bekannte Parallelwelt ist der Existenzbereich vereinzelter Seelen, sog. Fragmente. Alle Menschenseelen kommen von dort und kehren im Sterben dorthin zurück. Auch intensive Gedanken, gute (Engel) und böse (Dämonen), existieren dort. Es gibt mehrere Unterbereiche, in denen Seelen je nach Entwicklungsstufe (Wesensart, Charakter) existieren. Jüngste Gerichte (Luk. 16,26), Lohn und Strafe, Himmel und Hölle sind alte Mythen, es gibt jedoch nach dem Tod eine Reflektion des Lebens mit entspr. Selbsterkenntnis, und man gelangt automatisch in einen passenden Unterbereich.
Der Wert einer astralen Offenbarung hängt direkt ab von der Entwicklungsstufe der Seele und ist oft noch stark von weltlichen Vorstellungen geprägt. Es gibt unzählige Texte astraler Quellen, z.B. 1500 Texte der GLZ. Niedere astrale Quellen wechseln häufig, oft schnell hintereinander (z.B. bei Mirabelli), höhere selten. Niedere machen spiritistische Spektakel und verkünden Bedeutungsloses oder Unsinn (Mirabelli, Uriella), höhere anspruchsvolle Gedanken, die jedoch nicht immer richtig sind (s.u. 3.5).
Kausalsphäre: Hier finden sich am Ende ihrer Reinkarnationszyklen zusammengehörige Einzelseelen zu Seelenfamilien zusammen. Kausalquellen haben hohe Kompetenz bezüglich Reinkarnation, Seelentypen und Karma, z.B. Seth oder Hasselmann (Lit. 51,53).
Gott, Christus: Diese Quellen sprechen aus einem völlig anderen Erfahrungsbereich. Sie versuchen, die Distanz zu uns zu überwinden, indem sie sich an den Vorstellungen von Medium und Zeitgeist orientieren. Das ist manchmal verwirrend (Beispiele bei bei Lorber, Dudde), dann wieder begeisternd klar und überzeugend (z.B. bei Walsch). Auch Gott und Christus müssen und wollen durch Erfahrungen lernen (siehe 3.5.).
+ Klarheit der Sprache. Gute Offenbarungsquellen berichten etwas, das sie wissen, sie liefern Informationen, sie vermitteln Wissen. Damit verbunden ist eine klare Sprache, logische Abfolge der Gedanken und inhaltliche Stimmigkeit auch über Monate und Jahre hinweg. Besonders beeindruckend sind die Kolloquien der Tieftrancemedien, bei denen jede Frage sofort und ohne jedes Überlegen klar und umfassend beantwortet wird (z.B. Greber, Hasselmann Lit. 51,53, Seth Lit. 49). Beeindruckend sind auch die geistreichen Dialoge bei Walsch (Lit. 46). Und wenn es überhaupt Offenbarungen Gottes geben kann (was viele ja nicht für möglich halten), dann müssten es Texte wie 5065 von Dudde oder wie die Haushaltung Gottes von Lorber sein.
+ Kompetenz: Gute Texte sind solche, deren Offenbarungsquelle dafür direkt kompetent ist: Gott für die Schöpfung insgesamt mit allen Aspekten, Christus für Heilswege und Seelsorge, Kausal-Quellen für Reinkarnation, Astral-Quellen für das, was uns direkt nach dem Tod erwartet. Für wissenschaftliche, moralische oa. weltliche Fragen ist keine geistige Quelle kompetent, auch nicht Christus. Zwar reden Verstorbene auch über Heilswege und die Schöpfung, aber das ist angelerntes, meist verzerrtes Wissen, jedenfalls keine eigene Erfahrung. Zuhörer oder Auditionsmedium sollten nach der Herkunft dieses speziellen Wissens fragen. Dies auch dann, wenn Christus über weltliche Dinge redet (su. 3.5).
+ Konsistenz. In wertvollen Texten gehören Teilinformationen über einen langen Zeitraum zusammen. Beeindruckende Beispiele sind die Dialoge bei Walsch Lit. 46. Trotzdem kann das auch Irrtümer der geistigen Quelle umfassen.
+ Übereinstimmung. Die Texte verschiedener jeweils kompetenter Quellen zu den selben Themen müssen in den wesentlichen Aussagen übereinstimmen, denn es kann nur eine Wahrheit über die Gesamtwirklichkeit geben. Sie wird zwar subjektiv aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen, es sollte jedoch erkennbar sein, dass diese Perspektiven zusammenpassen. Dabei tauchen jedoch typische Verzerrungen und Irrtümer auf (su. 3.5).
Materialisten und Skeptiker halten Offenbarungen für Fantasie, Einbildung, evtl. gar Betrug. Das stimmt in vielen Fällen (su. "Falsche Propheten"). Dem widersprechen aber bei guten Offenbarungen:
+ Biografien der Medien u. Zeugen. Mohammed, Paulus, Lorber und Greber verloren ihre bürgerliche Existenz, Vorteile sind nicht erkennbar. Viele Medien arbeiten kostenfrei, andere gleichen nur ihre Kosten aus, viele nehmen Spenden, mit deren Hilfe Andere wiederum kostenfrei bleiben können. Von kostenpflichtige Vorführungen vor großem Publikum ist grundsätzlich abzuraten.
Der biografische Aspekt gilt aber auch für die Unglaubwürdigkeit skeptischer Wissenschaftler. Wer bei genauer Beobachtung und eingehender Analyse aller Umstände am Ende nur mit den Schultern zucken kann, disqualifiziert sich dadurch vor seinen materialistischen Kollegen, weil er nicht genau genug geprüft habe. Deshalb wird pauschal geurteilt, ohne genaues Hinschauen. Wikipedia gibt dafür viele Beispiele (siehe unten). Den meisten Wissenschaftlern ist leider ihr guter Ruf mehr wert als die Suche nach Wahrheit.
+ Sitzungsteilnehmer als Zeugen. Nur wenige Offenbarungstexte entstanden ganz ohne Zeugen. Bei Tieftrancemedien wie Greber, Hasselmann, Wittek, Brunner usw. sind immer kleine bis größere Gruppen mit Mikrofon anwesend, und der Raum ist normalerweise hell erleuchtet. Bei Mirabelli unterschrieben jeweils alle Zeugen die Protokolle. Dadurch ist Betrug weitgehend ausgeschlossen. Bei Walsch Lit. 46 gibt es leider keine Zeugen, da können wir nur seinen eigenen Aussagen und den m.E. genial geistreichen Dialogen glauben.
+ Inhalte. Fallen Quellen oder wesentliche Inhalte aus dem Rahmen anderer Offenbarungen, ist Vorsicht angesagt. Dies auch, wenn der Text sich explizit auf andere Offenbarungen bezieht, denn solche Querbezüge sind unüblich, allenfalls im Kolloquium auf Anfrage. Jede gute Offenbarungsquelle spricht für sich, aus eigener Kompetenz und Autorität und beurteilt nicht die Informationen Anderer.
+ Textqualität vs. Medium. Einzelne Vorträge könnte man noch vorbereiten und auswendig lernen. Das jedoch in einem Tieftranceschauspiel mit veränderter Stimme und Gestus über zig Sitzungen hinweg durchzuhalten wäre eine gewaltige Leistung, sowohl inhaltlich wie darstellerisch. Dazu gibt es auch zuviele Tieftrancemedien. Bei Greber ist das Medium ein 16-jähriger Bauernjunge! Lorber, Brunner, Wittek, auch Walsch, sind einfache, rhetorisch ungeübte Menschen. Ihre Texte übersteigen ihre Alltagsfähigkeiten bei weitem. Und Betrug wird nahezu unmöglich bei den ausführlichen Kolloquien der Tieftrancemedien, wo die Antworten immer sofort und präzise erfolgen (s. Greberbuch ab S. 15 und die Leseprobe von Walsch). Betrug vor Unerfahrenen ist vereinzelt immer möglich, das kennt man auch aus der Wissenschaft. Aber das führt früher oder später zu ...
+ Kritische Stimmen im Internet. Das Internet bietet heute gute Möglichkeiten, begründete Kritik zu veröffentlichen. Das geschieht häufig privat von Betroffenen, aber auch von den Kirchen (EZWs) und Wikipedia. Letztere sind jedoch ideologisch vorgeprägt. Beispiele:
Geistige Wesen, sogar auch Gott und Christus, können sich nicht „als solche“ in die Aura eines Mediums einblenden. Auch Frau Wittek sagt das (hier) ganz klar. Jedes Geistwesen muss sich ein zu ihm passendes Medium suchen und sich auf Physik, Denkweise und Charakter des Mediums sowie auf seine Kultur einstellen. Aus diesem Grund enthält die Apokalypse den damals wichtigen Bezug zum Mythos von Gericht und Strafe, der Koran ebenfalls, dazu viele Bezüge zum Juden- und Christentum, die Offenbarungen an Jakob Lorber enthalten ausführliche naturwissenschaftliche Abhandlungen, und die Uriella beantwortet gesundheitliche Fragen. Aus unserer Sicht sind diese Informationen oft falsch. Warum?
1. Geistige Wesen existieren in Parallelwelten. Ich mag diesen Ausdruck, weil er durch Quantenphysik und Science Fiction bekannt und vertraut geworden ist. Der Abschnitt Parallelwelten/Dualismus beschreibt diese ungewohnten Aspekte genauer. Sich damit zu befreunden ist sehr wichtig, um einigermaßen griffige Vorstellungen davon zu entwickeln, was in Offenbarungen tatsächlich geschieht, was uns nach unserem Tod erwartet und was Gott, Christus oder andere geistige Wesen wissen können und was nicht. Die scheinbar unsinnigen Texte über den Saturn bei Dudde, 1008 Saturn, und vor allem bei Lorber ab Kapitel 2, beschreiben ganz klar ein zum physikalischen Saturn paralleles metaphysikalisches Gestirn. Leider erkennen das die hämischen Internet-Kritiker an Dudde und Lorber nicht, und selbst der Lorber-Gemeinde ist das nicht klar.
2. Gott und Christus sind keine Alleswisser! Allmacht und Allwissenheit sind scholastische Denkspiele. Wer Kinder zeugt, muss kein Mediziner sein, und wer eine Welt erschafft kein Physiker.
3. Gott und Christus können die Begriffe, in denen wir unsere aktuellen Erkenntnisse unserer Welt formulieren, nur durch unser zeitgemäßes Wissen kennen. Es ist nicht so, dass unser begrifflicher Erkenntnisfortschritt sich allmählich dem nähert, was Gott und Christus ohnehin schon wissen. Faktenaussagen bei Lorber entsprechen - nachweislich! - gebräuchlichen Vorstellungen um 1840. Warum solche Texte überhaupt in solch großer Ausführlichkeit offenbart werden, bleibt eine offene Frage, insbesondere deshalb, weil sie nicht wichtig sind und weil die Glaubwürdigkeit der Offenbarung insgesamt darunter leidet. Der Christus des Reiches Gottes, der Logos, ist m.E. für weltliche Fragen aus Wissenschaft und Medizin nicht zuständig, muss dies aber selbst erst erfahren.
4. Ähnliches gilt auch für moralische Überlegungen, die Christus bei Lorber z.B. zum Thema Sex äußert. Sie sind sehr restriktiv, siehe hier und hier, offenbar ganz dem konservativ-katholischen Denken in Österreich um 1840 entsprechend. Könnte so auch im Koran stehen. Bei Walsch 1992 steht dagegen ein wunderbarer Hymnus, keine moralischen Regeln sondern ein hohes Lied selbstverantwortlicher, mündiger Liebe, zum Anderen und zu sich selbst ("Gespräche mit Gott", Band II, S.121-124,132ff).
3.6 WikipediaWikipedia ist kein neutrales Lexikon. Haupt-Administratoren sind die sogenannten Skeptiker, oft Mitglieder der GWUP, überzeugte, dogmatische und leider keineswegs neutrale Materialisten. Das zeigt sich in tendenziös-indirekten Formulierungen, z.B.: „wie Greber beschreibt“, „Greber vertrat die Lehre ...“, „laut eigenen Angaben“, „behauptete sie, eine innere Stimme wahrzunehmen“, „soll Botschaften empfangen haben“, “Walsch habe einen Brief verfasst“ usw. Solche Formulierungen werden durch administrative Autorität eingefügt und können vom ursprünglichen Autor des Textes nicht geändert werden. Statt dessen wären entsprechende Zitate lexikalisch neutraler. Texte über Parapsychologie,Medialität sowie über Medien (Walsch, Greber, Wittek usw.) und alle spirituellen, esoterischen, paranormalen usw. Themen werden auf diese Weise weltanschaulich pseudoneutral redigiert. Wer's weiß, sollte darüber hinweg lesen.4. BeispieleDie folgenden Offenbarungen werden anhand der vorangehenden Kriterien beurteilt.4.1 Johannes GreberGrebers Offenbarungen sind nach allen Kriterien echt, die geistige Quelle ist kompetent (Ausnahme: Informationen über Schöpfung, Christus und Jesus), ihre Aussagen sind wortgetreu überliefert. Greber ist einer der wichtigsten Kronzeugen für echte und inhaltlich wertvolle Offenbarungen, alle o.g. Kriterien treffen auf ihn in überzeugender Weise zu.1. Der katholische Priester Johannes Greber ist stenografisch protokollierender Zeuge. Die Texte sind also wörtlich und original. 2. Greber selbst hatte durch seine Zeugenschaft keinerlei Vorteile, im Gegenteil, er musste auf Druck seines Bischofs 1925 "wegen wiederholter Teilnahme an spiritistischen Sitzungen" sein Priesteramt aufgeben und stand fast mittellos auf der Straße. Bis dahin war er ein sozial stark engagierter Priester, der mit beiden Beinen auf dem Boden stand, absolut kein leichtgläubiger Schwärmer und kein profilierungssüchtiger Priester. 3. Sein hoch interessantes Buch mit dem abschreckenden Titel "Der Verkehr mit der Geisterwelt Gottes - Seine Gesetze und sein Zweck erschien Jahre später auf Deutsch in USA im Privatverlag, es war durch Sprache, Inhalt und Titel für einträgliche Auflagen denkbar ungeeignet. 4. Wir kennen Grebers Biografie aus den Notizen seines Nachlasses, anhand derer Prof. Werner Schiebeler 1998 das Buch "Johannes Greber. Sein Leben und sein Werk" erstellte (weitere interessante Schriften des Greber- und Parapsychologieforschers Werner Schiebeler sind erhältlich bei amazon.de). 5. Grebers Medium ist ein 16-17 jähriger ungebildeter Bauernjunge! Es ist völlig unmöglich, diesen Jungen für die teils hochgebildeten Inhalte seiner "Durchgaben" verantwortlich zu machen. Grebers große soziale Leistungen, der "Wohlfahrtsverein" (ein Krankenpflege- und -versicherungsverein, der vielfach kopiert wurde) und der "Kinderhilfsbund" (der 6.000 hungernde Kinder während des 1. Weltkrieges zur Pflege in deutsche und 14.175 in holländische Familien schickte) entstanden auf Grund zweier konkreter und fordernder Visionen, die in der vollständigen Biografie von Schiebeler Lit. 6 genau beschrieben sind (leider nicht in der verkürzten Internet-Version). Grebers Buch hat acht Kapitel:
Links:
4.2 Jakob BöhmeBöhmes Offenbarungen sind aus guten Gründen echt, die geistige Quelle ist theologisch hoch gebildet, aber für Fragen der Schöpfung oder Christi Geburt und Heilsweg nicht kompetent, ihre Aussagen sind wortgetreu überliefert. Von Böhme stammt die erste umfassende christliche Offenbarung seit der frühen Kirche.Jakob Böhme wird zwar als Philosoph diskutiert und zitiert (Hegel: "der erste idealistische Philosoph", auch von Gerhard Wehr), er ist jedoch ein Schreibmedium. Böhme sträubte sich 12 Jahre gegen den inneren Zwang, dann begann er um 1600 mit ungelenken Fingern zu schreiben, was ihm der Geist diktierte, Zitat: „Denn so ich schreibe, diktiert mir's der Geist in großer wunderlicher Erkenntnis, daß ich oft nicht weiß, ob ich nach meinem Geiste in dieser Welt bin, und mich des hoch erfreue.“ Dabei hat er „auch keine Zeit gehabt zu bedenken nach dem rechten Verstand des Buchstabens, sondern alles nach dem Geiste gerichtet, welcher öfters ist in Eil gegangen, daß dem Schreiber die Hände wegen der Ungewohntheit gezittert. Und ob ich wohl könnte etwas zierlicher und verständiger schreiben, so ist dies die Ursache, daß das brennende Feuer öfters zu geschwinde treibet; dem muß die Hand und Feder nacheilen, denn es gehet wie ein Platzregen: was es trifft, das trifft es.“ Bei allen Schreibmedien (Böhme, Mirabelli, Lorber, Walsch uvam.) ist es dasselbe: Sie schreiben kluge Texte, oft in großer Geschwindigkeit, und ohne dabei zu denken. Böhme hat diese Offenbarung nicht zum Vorteil gereicht. Er wurde angefeindet von der Kirche und hatte keinerlei Nutzen von seinen Schriften. Auch dieser biografische Aspekt spricht neben dem Zitat für die Echtheit seiner Offenbarungen. Wer ist die geistige Quelle bei Böhme, wer schreibt durch ihn? Lesen Sie hier den Grundgedanken der Schöpfungsgeschichte. Dieser Grundgedanke - der Wille Gottes erschafft aus sich heraus Einzelseelen, seine Ebenbilder, als Spiegel, um sich in ihnen und durch sie sich selbst als Willen erkennen zu können - ist kein befriedigendes Motiv für diese Schöpfung. Bei Lorber und Walsch ist es vielmehr die Liebe Gottes, die sich selbst als Liebe erfahren möchte und deshalb ein Gegenüber, uns Menschenseelen, braucht und erschafft. Diese Vorstellung trägt viel weiter als willkürlicher Wille. Deshalb, und weil bei Böhme von Gott in der dritten Person die Rede ist, weiterhin ausführlichst christlich-theologisch argumentiert und philosophiert wird, können wir als Offenbarungsquelle einen verstorbenen Theologen aus der Astralsphäre vermuten, der uns seine weiter entwickelten Vorstellungen kundtut. Hegels "idealistischer Philosoph" passt zu diesem Offenbarungsgeist. 4.3 Emanuel SwedenborgSwedenborgs Offenbarungen sind aus guten Gründen echt, die geistigen Quellen seiner Visionen sind vielfältig, ihre Aussagen sind aber nicht wortgetreu überliefert sondern Grundlage für eigene Gedanken zu einer neuen Theologie.Emanuel Swedenborg (Wikipedia unter Swedenborg, hoch geehrter Naturwissenschaftler und Ingenieur aus Stockholm, wurde 1719 von der schwedischen Königin Ulrike wg. seiner wissenschaftlichen und technischen Verdienste geadelt. Ab 1740, mit 50 Jahren, begann Swedenborg, metaphysische Schriften zu erstellen, im vollen Bewusstsein, dadurch seinen Ruf zu ruinieren. Zitat: „Ich sehe voraus, dass viele, welche die Denkwürdigkeiten in den folgenden Kapiteln lesen, dieselben für Erfindungen der Phantasie halten werden; allein ich versichere in Wahrheit, dass sie keine Erfindungen, sondern wirklich Geschehenes und Gesehenes sind. Gesehen nicht in irgendeinem Betäubungszustande des Gemüths, sondern im Zustande des völligen Wachens.“ Swedenborg hatte zweifelsohne Visionen und Auditionen. Er schrieb sie jedoch leider nicht wortwörtlich nieder, sondern interpretierte sie und versah sie mit eigenen Gedanken und philosophisch-theologischen Argumenten. Kant fand diesen Stil mit Recht „abscheulich und voller Unsinn“. Nur den Stil(!), jedoch nicht den Inhalt. Denn der Inhalt motivierte Kant zu einer eigenen Schrift, den Träumereien eines Geistersehers. 4.4 Jakob LorberLorbers Offenbarungen sind mehrfach bezeugt und nach allen obigen Kriterien echt, die geistigen Quellen sind kompetent, müssen jedoch in manchen ihrer Aussagen interpretiert werden (siehe oben 3.5), ihre Aussagen sind wortgetreu überliefert. Auch Lorber ist einer der wichtigsten Kronzeugen für echte und anspruchsvolle Offenbarungen.Lorber lebte von 1800-1864 in der Steiermark, vorwiegend in Graz. Er war ein frommer, bettelarmer Lehrer und Musiker. Zitat: „1840 gelang es einem Freund, ihm eine Stelle als zweiter Kapellmeister am Triestiner Operntheater zu vermitteln. Doch während seiner Reisevorbereitungen befahl ihm eine innere Stimme, die er am frühen Morgen des 15. März 1840 während seines Morgengebetes wie im Herzen deutlich hörte: "Steh auf, nimm deinen Griffel und schreibe!" Tief erschrocken setzte sich Lorber an den Tisch und empfing nun in der gleichen Weise als inneres Diktat die einleitenden gewaltigen Sätze der Haushaltung Gottes:“ „So sprach der Herr zu und in mir (Jakob Lorber) für jedermann, und das ist wahr, getreu und gewiss: Wer mit Mir reden will, der komme zu Mir, und Ich werde ihm die Antwort in sein Herz legen; jedoch die Reinen nur, deren Herz voll Demut ist, sollen den Ton Meiner Stimme vernehmen ... Die Mich suchen, denen sage: Ich bin der wahre Überall und Nirgends. Überall bin ich, wo man Mich liebt und Meine Gebote hält, nirgends aber, wo man Mich nur anbetet und verehrt ... Wer Mich liebt, der betet Mich im Geiste an ... Meine Gebote aber kann niemand halten als nur derjenige, der Mich liebt ... Dieses aber sage Ich jetzt: daß Ich bin der alleinige, ewige Gott ... Ich bin von Ewigkeit die Liebe und die Weisheit selbst. Nie habe Ich von jemandem etwas empfangen. Alles, was da ist, ist von Mir, und wer etwas hat, der hat es von Mir ... Ich bin die Liebe selbst und bin durchgehens um keinen andern Preis als nur wiederum um Liebe zu haben.“ Es gibt Zeugen. So reiste der Arzt Dr. Zimpel nach Graz, um Lorber mehrere Monate täglich zu beobachten. Er schreibt: „1. Lorber ist ein eifriger Bekenner Jesu Christi und kann sonach kein falscher Prophet sein. 2. Dieser harmlose, stille, fromme Mann ohne wissenschaftliche Bildung hat ein vortreffliches Herz und teilt mit allen, die weniger haben als er selbst, stets seine geringe Gabe, die ohnehin nur aus Almosen besteht, die er von seinen Freunden empfängt, bis zu einem Grade, dass ihn der Weltverstand für unbesonnen erklären würde. 3. Wenn derselbe seine Kundgaben, Mitteilungen oder Offenbarungen, wie immer ich es nennen soll, schreibt oder diktiert, ist von irgendeinem Buch gar keine Rede ... Ebensowenig wie von einem Nachlesen des letztgeschriebenen Satzes, gleichviel, ob die Unterbrechung fünf Minuten oder fünf Wochen gedauert haben mag.“ Lorbers Biograf Karl Ritter von Leitner schreibt: „Das Gesicht ruhig und lauschend, ununterbrochen schreibend, niemals stockend, niemals sich besinnend, führte er die Feder über das Papier.“ Solche geistige Präsenz, ohne Vorbereitung druckreif und korrekturlos logisch und konsistent schreiben, ist nur bei sehr Begabten und im Stoff Erfahrenen anzutreffen. Sie taucht jedoch immer auf bei Schreibmedien wie Böhme, Walsch, Mirabelli u.a., alle völlig ungeübte Menschen. Das sind klare Indizien für Echtheit. Es gibt bei Lorber nicht den geringsten Hinweis auf Fantasie, Wahn oder Betrug. Eine weitere gewichtige Offenbarung ist die Auslegung des Johannesevangeliums durch Gott. An diesem gewaltigen Text kann eigentlich kein Theologe vorbeigehen. Hier wird zu Beginn die Weihnachtsbotschaft und in der Folge vieles andere in großer Klarheit überzeugend dargestellt. Bei anderen Offenbarungen Lorbers gibt es Schwierigkeiten mit scheinbar Falschem und Unsinnigem. Solche Texte geben immer wieder Anlass zu spöttischen Berichten im Internet, die sich damit über Lorber und Offenbarungen insgesamt lustig machen. Deren Autoren denken zu kurz. Ich habe versucht, das im obigen Abschnitt 3.5 und 3.5.3 bei Lorber und Dudde an Beispielen zu klären. Links:
4.5 Bertha DuddeBertha Duddes Offenbarungen, ihre Kundgaben, sind aus guten Gründen echt, die geistigen Quellen sind Gott (z.B: Kundgabe 5065 Die ewige Liebe und Christus, die Aussagen sind wortgetreu überliefert.Dudde ist ein Schreibmedium, sie empfing die Texte zunächst intuitiv. In ihrer Autobiografie beschreibt sie diesen Vorgang sehr genau für alle, die sich ein Urteil bilden möchten. Später empfing sie auch Auditionen. Sie begann mit einem Gebet, um sich für den Empfang bereit zu machen. Sie begleitete die Durchgaben mit dem Herzen bzw. Gefühl, und nicht mit dem Verstand wie Walsch oder Greber. Entsprechend unterschiedlich sind die Texte.
Bei Dudde gibt es, ähnlich wie bei Lorber, Aussagen, die unsinnig erscheinen. So ist z.B. mit der Kundgabe 1008 Saturn völlig klar von einem "geistigen Wissen" über den "inneren Aufbau" die Rede, sowie davon, dass "der weite Raum zwischen zwei Weltkörpern kein Hindernis ist, daß sich die geistigen Wesen miteinander verständigen können und gegenseitig sich Aufschluß geben über die von ihnen bewohnte Welt und ihre Beschaffenheit." Hier ist in großer Klarheit von einer immateriellen, geistigen Saturn-Welt die Rede. Das deckt sich mit entsprechenden Aussagen bei Lorber. Siehe oben bei "3.5.3 Scheinbar falsche Sachinformationen" die Beispiele 2 (der materielle Saturn) und 3 (der immaterielle Saturn). Zu Dudde gibt es drei Webseiten: 4.6 N. D. WalschWalschs Offenbarungen erscheinen mir aus guten Gründen echt, die geistige Quelle spricht durchweg als Gott, manche rein weltlichen Ratschläge müssen genauer interpretiert werden, die Aussagen sind wortgetreu überliefert. Walschs Offenbarung ist an rationale Menschen gerichtet.Wikipedia schreibt: „Walsch, geb. 1943, wuchs in einer katholischen Familie auf. Er studierte die Bibel, aber auch die Rigveda. Er war in verschiedenen Funktionen im Bereich Medien und Marketing tätig. Anfang der 90er Jahre geriet Walschs Leben aus der Bahn. Ein Feuer zerstörte seinen gesamten Besitz, seine Ehe zerbrach, und er erlitt schwere Verletzungen bei einem Autounfall. In der Folge verlor er seine Arbeit, wurde obdachlos, und sah sich gezwungen, in einem Zelt außerhalb der Kleinstadt Ashland zu übernachten. Er sammelte Aluminiumdosen, um sie in einer Recyclingstation einzutauschen. Walsch habe daraufhin einen 'wütenden Brief' an Gott verfasst, der ihm darauf 'geantwortet' habe.“ Das ist typisch Wikipedia: Walsch „habe“ einen Brief verfasst (s. 3.6 Wikipedia). Für die sogenannten Skeptiker sind diese Dinge grundsätzlich unglaubwürdig, Walsch, Greber und Lorber usw. fantasieren, halluzinieren und betrügen, auch wenn es dafür nicht die geringsten Anhaltspunkte gibt. Zwar gibt es für Walschs automatisches Schreiben leider keine Zeugen, aber die Antworten sind durchweg so originell, geistreich, über alle Texte hinweg in sich stimmig und immer auf den Punkt formuliert, dass ich diese Leistung - ohne Vorarbeit und aus dem Nichts heraus -, und noch dazu im Namen Gottes(!) dem oben beschriebenen Walsch nicht zutrauen kann. Da ist der Vergleich mit anderen, ähnlichen Medien und Offenbarungen überzeugender. Jeder lese, prüfe und entscheide selbst.
Wer sich dagegen zu öffnen vermag für die paranormalen und ganz und gar nicht alltäglichen Erfahrungen mit den Medien unserer Zeit und für die überzeugende Klarheit dieser Gedanken, dessen Seele wird ihre Wahrheit, Schönheit und Liebe erkennen und sich von ihnen be-Geistern lassen. Es ist uns unangenehm, theologische Gedanken vom Schöpfer selbst vermittelt zu bekommen, denn seiner Kompetenz und Authorität müssen wir uns fügen. In diesem Sinne sprach die göttliche Stimme 600 Jahre zuvor zur Mechthild von Magdeburg, einer naiven, einfachen Frau: „Wenn Ich je außerordentliche Gnaden gab, suchte Ich immer den niedrigsten, geringsten, verborgensten Ort. Denn die Flut Meines Heiligen Geistes fließet von Natur aus zu Tal. Man findet manchen weisen Meister der Schrift, der vor Meinen Augen dennoch ein Tor ist. Es ist Mir vor ihnen eine große Ehr, daß der ungelehrte Mund die gelehrte Zunge aus Meinem Heiligen Geist belehrt.“ Links:
4.7 Seth - RobertsOffenbarungen sind meist im traditionellen Sinn religiös. Sie sprechen von der Liebe Gottes und fordern uns auf, unser Verhalten zu Gott, der Quelle unserer Seelen, auszurichten. Die ("Gespräche mit Seth", Lit. 49), die Protokolle des Tieftrancemediums Jane Roberts, sind ganz anders. Zu Jane Roberts siehe Wikipedia und ebenfalls meine Kritik an Wikipedia"Gespräche mit Seth" ist eine Offenbarung für nüchtern-rationale Menschen, eine unfromme Offenbarung eines intellektuellen "Energiepersönlichkeitskerns". Diese Offenbarungsquelle (Seth - aber "Namen sind nur Symbole") ist Teil eines multidimensionalen Wesens, so wie alle Seelen. Sein Offenbarungsthema ist "das physische Universum als Gedankenkonstruktion" mit Unterthemen wie die Natur der physischen Materie, Zeit, Realität, der Gottesbegriff, wahrscheinliche Universen, Gesundheit und Reinkarnation. Die 1971 erfolgten Durchgaben wurden stenografisch wörtlich festgehalten und Seths hellseherische Fähigkeiten in verschiedenen Tests erfolgreich verifiziert. Jane Roberts, das Medium, schrieb in dieser Zeit eigene Bücher, und sie beschreibt sehr genau, wie sie den Unterschied zwischen ihrer eigenen Kreativität und Autorenschaft und den medialen Durchgaben Seths empfindet. So hat sie über wesentliche Teile des Textes erst aus dem fertigen Manuskript Kenntnis erlangt. Links:
4.8 MohammedMohammeds Offenbarungen sind zweifelsfrei echt (siehe hier, auch Hans Küng "Der Islam"). Die geistige Quelle ist (meist?) der Erzengel Gabriel, der "im Auftrag Gottes" einen "Urtext Gottes" dem Mohammed durchgibt. Letzteres ist allerdings mit Vorsicht zu beurteilen, nur sehr wenige mekkanische Verse machen - verglichen mit Lorber, Dudde, Walsch - den Eindruck, von Gott selbst zu sein.Da Mohammed Analphabet war, erfolgte die Niederschrift erst viele Jahre später, was manche Ungereimtheiten und offensichtliche Einfügungen fremder Quellen und weiterer Suren (z.B. Sure 1) erklärt. Viele Aussagen sind für die damalige arabische Kultur bestimmt, z.B. die Shari'a, den Sinn des Lebens als Dienst an Gott, die Dualität von Himmel und Hölle, Belohnung und Strafe, die strengen Rituale uam. Die Bezüge zur Bibel, zur Thora u.a. sagen alleine noch nichts darüber aus, ob sie offenbart oder aus anderen Quellen entnommen wurden. Jedenfalls meinen die Muslime, der Koran sei von Gott und gelte für alle Menschen und für alle Zeiten, denn Mohammed sei der letzte Prophet Gottes. Aber ist er das wirklich? Vor allem dieser letzte Glaubensartikel kann nicht stimmen, denn de facto gibt es von Lorber, Dudde und Walsch neue Offenbarungen, die mindestens ebenso klar "von Gott" sind wie einige Suren des Korans. Diese beiden Thesen sind zentral für das interreligiöse Gespräch, wer dafür Interesse hat, möge sich hier über das Pro und Contra informieren. 4.9 Die BibelDie Bibel gilt zwar als Offenbarung, sie wird jedoch eher als ein "von Gott inspiriertes" Geschichts- und Geschichtenbuch betrachtet. Daneben enthält sie aber trotzdem explizite Hinweise auf Offenbarungen.Im Alten Test45ament geht es um das Befragen Gottes in alltäglichen Dingen und um die bekannten Messias-Prophetien. Die Qualität dieser Offenbarungen liegt im historischen Dunkel. Im Neuen Testament ist der in Jesus inkarnierte Christus eine "Offenbarung Gottes" - ein fragwürdiger Begriff, denn Jesu Aussage „Ich und der Vater sind eins“ wird auch von vielen Mystikern verwendet und gilt grundsätzlich für die Seelen aller Menschen. Die Apokalypse prägt bis heute unsere Vorurteile über Offenbarungen, sie seien kryptisch, geheimnisvoll und entzögen sich dem genaueren Verständnis. Sie ist stark geprägt von damaligen Mythen. Wie es zu diesem Text gekommen ist, bleibt leider im Dunkeln. Die Frage nach der Fortexistenz nach dem Tod beantwortet Paulus in 1.Kor.15,35ff. Er sagt uns nicht, worauf dieses „Geheimnis“ gründet, es gehörte jedenfalls zur Lehre der Pharisäer. Angesichts unseres heutigen Offenbarungswissens ist dieser berühmte Text i.w. falsch. Paulus nimmt an, dass sich das Verwesliche transformiert ins Geistige. Von einer dualen Existenz einer geistigen Seele im Menschen und damit von Inkarnation, Exkarnation und Reinkarnation weiß Paulus nichts. Die Verse 46-47, 51-52 beschreiben die bis heute noch vorherrschende Ganztodtheologie mit Tod des ganzen Menschen, Totenruhe, Jüngstem Gericht und wilden Vermutungen über die Natur der folgenden Auferstehung, z.B. einer creatio nova aus dem Gedächtnis Gottes. Diese spekulative und unglaubwürdige Theorie wird von allen Neuoffenbarungen falsifiziert. Sie ist einer der Gründe, weshalb sich vernünftig denkende Menschen von Theologie und Kirche abwenden, und weshalb traditionelle Theologen von Neuoffenbarungen nichts wissen wollen - eine unheilvolle Entwicklung. 4.10 PaulusPaulus war auf Grund seiner Vision vor Damaskus für unser westliches Christentum die zentral wichtige Person. Diese Offenbarung, i.w. ein Vision, müssen wir deshalb als echt betrachten, weil Paulus zwölf mal in seinen Briefen darauf verweist, von Anderen deswegen als "von Sinnen", also als verrückt erklärt wurde, und weil er auf den auf dieser Vision beruhenden strapaziösen und äußerst undankbaren Missionsreisen nur Nachteile erfuhr. An keiner Stelle in seinen Briefen ist auch nur andeutungsweise die Rede davon, dass er sich von diesen Missionen vielleicht einen Platz im Himmel erhofft hätte - was ja häufig Märtyrern als Motiv untergeschoben wird. Näheres zu Paulus siehe hier.4.11 Erwachen, ErleuchtungDas sogenannte Erwachen, auch: Erleuchtung, ist keine Offenbarung, es wird keine Information über Jenseitiges übermittelt. Das Erwachen ist ein hochinteressantes psychisches Phänomen, das früher i.w. auf Hinduismus und Buddhismus beschränkt war, wovon seit rund 50 Jahren aber auch in unserer westlichen Kultur bis heute mehrere hundert Menschen betroffen sind (s. Referenz). Das Erwachen kommt meist unvorbereitet und ohne dass man darauf hingearbeitet hätte. Das ist ähnlich wie bei der Medialität. Das Erwachen ist ein plötzlicher Vorgang. Innerhalb von Sekunden verschwindet das Ich-Bewusstsein, das phänomenale Selbstmodell (PSM) der Hirnforschung, psychologisch: jegliche Identifikation mit irgendetwas. Und zwar plötzlich, total und dauerhaft (Näheres s. hier und Lit. 18). Nach einer anfänglichen Irritation entsteht – wenn man sicher ist, kein psychiatrisches Problem zu haben – ein tiefes und lang andauerndes Glücksgefühl, jegliches Sorgen verschwindet.Die Advaita-Lehre des Hinduismus, der Zen-Buddhismus und die christlich-mystische Tradition, z.B. Meister Eckart, erklären das Erwachen als Eintreten in das universelle, göttliche Bewusstsein, als Vereinigung mit Gott. Diese philosophische Spekulation finde ich fragwürdig, weil die übliche duale Vorstellung - hier die materielle Welt der Formen, dort die immaterielle Welt der Formlosigkeit, das Nirwana, das Reich Gottes, das Paradies, also hier und dort und nichts dazwischen - gemessen an der Komplexität der über Offenbarungen vermittelten Sicht viel zu simpel ist. Jenseits des Todes ist eine immens komplexe Welt immaterieller Formen, ein gewaltiges erfahrbares Zwischenreich, aus dem unsere Seelen kommen und in das sie wieder zurückkehren, und das Endziel, Nirwana oder das Reich Gottes, ist erst in weiter Ferne einer allmählichen Entwickung der Seele zu sehen. Richtig dürfte daher die Mitteilung des Geistwesens Michael sein, das Erwachen sei eine Befreiung der Seele bzw. des Bewusstseins von der materiellen Welt, es sei die "Bewusstwerdung des Seelen-Selbst als eigenständiges Wesen, das Verschwinden des biologischen Ich zugunsten des Seelen-Selbst. Nach meinem Verständnis der Neuoffenbarungen scheint das Erwachen nicht zum Heilsweg zu gehören. Es ist - zumindest für die allermeisten Menschen - nicht nötig, das Erwachen anzustreben, um „näher zu Gott“ zu kommen oder um den Sinn des Lebens zu erfüllen. Ken Wilber nennt die Erwachten „die Helden“, weil sie uns zeigen, wie „universelles Bewusstsein“ gelebt werden kann - aber nicht, dass diese Entwicklung bereits im Erdenleben angestrebt werden sollte. Dafür spricht auch, dass das Erwachen entweder unbeabsichtigt geschieht oder wenn man es nicht mehr beabsichtigt. Das frühere intensive mystische Streben der Mönche war insofern ein Irrtum (was auch der Mönch Luther erkannte). Es irrte m.E. auch Pater de Mello, indem er diese Art der Spiritualiät ausschließlich predigte. Diese Weisheitslehre ist wichtig und richtig, ja! Aber man sollte nur dann meditierend darauf hinarbeiten, wenn man dies als tiefen Wunsch und wichtige Lebensaufgabe empfindet. Ob Jesus erwacht war, ist strittig (er war jedenfalls hellseherisch begabt), er dürfte aber – darauf deutet Manches hin – spätestens auf Golgatha erwacht sein. Hirnforscher und Evolutionsbiologen haben mit diesem Phänomen m.W. noch keine Erfahrung. Meine Hypothese ist: Das Hirn Erwachter schwingt bei Erwachten mit Theta-Frequenzen. Aber das würde garnichts erklären, weder die Plötzlichkeit und Stabilität des Erwachens (der Theta-Zustand ist i.a. ein vorübergehender Trance-Zustand), noch das Glücksgefühl und das andauernde Individualitäts-Empfinden (s. Lit. 18,20-23), noch den fragwürdigen biologisch-evolutionären Zweck dieser Existenzmöglichkeit, noch die medialen Möglichkeiten, die oft mit diesem Zustand verbunden sind (s. Wikipedia Mario Mantese). 5. UnglaubwürdigesWeniger gute, unglaubwürdige oder gar bösartige und falsche Propheten gibt es leider zuhauf. Wenn man Offenbarung so definiert wie die Deutsche Bibelgesellschaft: „Eine Offenbarung ist die wörtliche Eingebung eines prophetischen Wortes in einem speziellen Bewusstseinszustand zwischen Schlafen und Wachen“, dann kann man sie kaum von Träumen, Einbildung und Wunschdenken unterscheiden. So hat sich schon mancher falsche Prophet entwickelt.Dagegen erfolgen gute wörtliche Eingebungen wie Auditionen und Schreibzwang bei klarem Bewusstsein (Beispiele siehe oben). Bei Tieftrancemedien erfolgen keine wörtlichen Eingebungen, sondern sogenannte Durchgaben, die von Anderen festgehalten werden müssen, weil die Medien selbst sich an nichts erinnern. Leider ist die Unwissenheit über diese Vorgänge weit verbreitet. Rudolf SteinerSteiner wurde durch seine Vorträge und durch die Gründung der Anthroposophie ein wichtiger und bis heute einflussreicher Gegenpart zum wissenschaftlichen Materialismus. Steiner ist ein bedeutender Vertreter der Spiritualität, allerdings, leider, mit einer zweifelhaften Lehre. Sie beruht auf alten tibetischen und indischen Weisheitslehren, auf der Bibel und auf eigenen Zutaten und Interpretationen. Steiners Schriften mögen interessant und teilweise auch richtig sein, sie sind jedoch in vielen Aussagen durch offenbarte Informationen aus kompetenten geistigen Quellen wie Greber, Walsch, Hasselmann (Lit. 51,53) ua. überholt.Steiner vertrat zunächst überzeugt in vielen Vorträgen die materialistisch-atheistische Lehre von Ernst Haeckel. 1903 übernahm er von Annie Besant die Weisheitssammlung der Helena Blavatsky, und zwar in einer radikalen geistigen Kehrtwendung. Ab da konnte der zuvor verarmte Steiner von Vorträgen und Büchern recht gut leben. Wir wollen aber trotzdem annehmen, dass der eigentliche Impuls die neue Lehre war, die ihn mehr überzeugte als der wissenschaftliche Materialismus. Steiner hatte selbst keine echten, ihn direkt beeinflussenden medialen Offenbarungen. Er sagt ausdrücklich, seine Erkenntnisse seien immanent, nicht transzendent, sie sind beschränkt auf das, was "auf sich selbst gestellten menschlichen Erkenntniskräften zugänglich ist" (Lit. 55). Da müssen wir aus heutiger Sicht wohl das Wort Erkenntniskräfte besser durch Wunschdenken ersetzen. Steiners "Erkenntnisweg" ist ein intensives Nachdenken darüber, wie östliche Weisheiten über die Seele zusammen mit christlicher Theologie in moderne Denkweisen umgesetzt werden können. So sei seine Lehre keine Philosophie (denn das wäre nur logisch-spekulative Fantasie) sondern eine Wissenschaft. Und zwar eine Wissenschaft des Geheimen, also metaphysische Wissenschaft, auf der Basis östlicher Erfahrungen und Weisheiten über die Seele sowie biblischer Offenbarungen und Mythen über Christus, Gott, Schöpfung und Erlösung. Wissenschaft auch deshalb, weil sie auf "seelisch-intuitiven Erkenntniskräften" statt nur auf Vernunft gespeist sei. Das war zu Steiners Zeit eine wichtige Neuerung, allerdings auf dem schwankendem Boden von Mythen und Intuition. Deshalb ist seine "Geheimwissenschaft" leider keine Wissenschaft, sondern eben doch eine an alten Schriften orientierte Philosophie. Manches seiner Lehre ist nach heutigen Offenbarungen falsch (z.B. die Lehre der allmählichen Verdichtung geistiger Substanz zur Materie, wobei Atlantis eine vormaterielle Kultur gewesen sei), seine Aussagen über die Seele haben oft nur literarische Qualität ("Der beste Erkenntnisweg wird immer der sein, welcher zur übersinnlichen Welt durch Verstärkung oder Verdichtung des Seelenlebens mittels innerer Versenkung gedankenkräftig oder empfindungskräftig führt ...“ - die kursiven Textteile sind typisch Steinersche rhetorische Sprechblasen), und seine Annahme, gedanken- oder empfindungskräftige Imagination, Intuition und Inspiration seien bezüglich metaphysischer Erkenntnisse höherwertiger als vernünftige Fantasie, entspricht zwar der protestantischen Theologie vom numinosen Wirken des Heiligen Geistes, ist aber Angesichts der Erkenntnisse der modernen Hirnforschung keine tragfähige Basis mehr für religiöse Erkenntnisse. Da uns überdies von Lorber bis Walsch überzeugende und gute Offenbarungen geschenkt wurden, ist Steiners Erkenntnisweg nicht mehr "der beste", sondern eindeutig der schlechteste geworden. MirabelliMirabellis Offenbarungen sind zwar echt, weil bestens bezeugt (s. Wikipedia Mirabelli), seine Geistwesen dürften für die immer wortgetreu übermittelten Texte kompetent sein, die Inhalte seiner Durchgaben behandeln jedoch i.w. beliebige und bekannte weltliche Themen und sind in religiöser Hinsicht bedeutungslos. Parapsychologisch gesehen gehört Mirabelli jedoch zu den interessantesten paranormalen Phänomenen überhaupt wegen seiner Vielseitigkeit, wegen der Vielzahl der nach allen Regeln gut bezeugten Experimente, und nicht zuletzt auch deshalb, weil das Greberbuch in Kap. 2 und 5 interessante Gesetzmäßigkeiten des biophysikalischen Hintergrundes dieser Phänomene aufdeckt und erklärt.St. Germain, Lichtstätten und aufgestiegene MeisterGrundsätzlich suspekt sind alle Lehren, die nicht auf Wortoffenbarungen unter Zeugen, sondern vielmehr auf besonderen Erkenntnissen, auf Intuition, auf Überlieferung, alter Weisheit, geheimnisvollen historischen Gegebenheiten, einem man-sagt-dass usw. beruhen, besonders wenn sie dann Geld für Bücher, Kurse oder Spenden oder gar Mitgliedschaft fordern. Zum Beispiel wurde die mysteriöse historische Figur des Saint Germain von Theosophen und R. Steiner aufgebläht zu einer Reinkarnation früherer Priester, diverser Herrscher, Joseph v. Nazareth, Merlin, Christian Rosenkreuz, Kolumbus, Paracelsus ... die Fantasie wuchert im Internet mit 70 Mio Titeln! Das kann von Theosophen und R. Steiner in gut-naiven Glauben verursacht worden sein, aber auch bewusst fantasiert, ähnlich wie Steiners Atlantisbericht. Lichtstätten, aufgestiegene Meister, violette oder andere Flammen, schützende geistige Auren, Einweihung in geheimnisvolle geistige Wege, Aufstiegspfade usw. werden m.W. in keiner guten Offenbarung erwähnt, sie passen überhaupt nicht in das dort vermittelte Gesamtweltbild und gehören m.E. ins Reich der Sagen, Mythen und Fantasie.Mirza Ghulam AhmadAndere fühlen sich auf Grund von Eingebungen oder Einbildungen von Gott als neue religiöse Führer berufen. MGA war so eine Gestalt in der islamischen Kultur. Dem steht entgegen, dass Gott und Christus sich in modernen Offenbarungen über Schreib- und Trancemedien direkt an die Menschheit wenden. So können sie selbst sprechen und benötigen keine eigenwilligen Interpretatoren mehr. Es ist deshalb anzunehmen, dass solche Eingebungen - wenn sie überhaupt echt sind (meist ohne Zeugen und wörtliche Niederschriften) - von niedrigen Geistwesen initiiert werden. Beispiele lieferte Mirabelli, der in Trance viel hoch gebildete Belanglosigkeiten verkündet hat.MGA jedoch beanspruchte, ein von Gott Gesandter zu sein, der verheißene Messias, der Mahdi der Endzeit, dem Mohammed nachgeordnet. Gott habe ihm das gesagt. Er schrieb 88 Bücher über Lehren, die er von Gott erhalten habe (s. Wikipedia). Hatte MGA echte und gute Offenbarungen? Es scheint keine genaue Beschreibung dieser Auditionen (oder Intuitionen?), keine wörtlichen Niederschriften (wie bei Böhme, Lorber, Walsch ua.) und keine Zeugen zu geben. Zumindest scheint das für MGA und seine Anhänger nicht wichtig zu sein. Auch die Texte sind schlecht, denn MGA argumentiert polemisch, d.i. das Gegenteil einer sich ihres Wertes bewussten wörtlich überlieferten Offenbarung. Sein Anspruch, im Geist und Vollmacht Jesu aufzutreten, noch dazu im Rahmen des Islam als neuer Weltreligion, ist singulär und auf Grund seines anmaßenden Verhaltens völlig unglaubwürdig. Seine göttlichen Botschaften könnten gewesen sein: Fantasie (=Betrug), Wahn (=krankhaft) oder ein Spaß niederer Geistwesen der Astralebene. UriellaDie bekannte und berüchtigte Uriella ist m.E. ein echtes Tief- oder Volltrancemedium. Ihre Predigten vom bevorstehenden Weltuntergang und von der Errettung "nur derer, die zu Fiat Lux gehören" spiegeln jedoch alte Mythen wider, die seit Urzeiten einfache Menschen in Angst und Abhängigkeit getrieben haben. Auch für ihre vielen medizinischen Ratschläge sind ihre geistigen Quellen offensichtlich nicht kompetent. Das Ambiente, Kleidung, Möbel, Accessoires zeugen von einer gewissen Selbstverliebtheit, der Esokitsch der Puppe bedarf keines Kommentars (siehe hier: zuerst sagt Uriella persönlich etwas, dann fällt sie plötzlich in Tieftrance). Dies alles und die mangelhafte Körperkontrolle - die überzogene Mimik, die weit ausgreifenden Gesten und die unnatürliche Sprechweise - zeugen m.E. von niedrigen geistigen Quellen. Man kennt das von Mirabelli. Die Christus-Durchgaben bei Gabriele Wittek kommen dagegen sehr natürlich, mit normaler Mimik und gestenfrei.Ich kenne nur wenig von Uriella, vermute jedoch folgendes: Von einem 'göttlichen Wort' kann ich wenig erkennen. Sprechen Verstorbene über sie, dann sind es wohl Geistwesen aus niederen Bereichen der Astralsphäre. Spricht Christus, dann spricht ein sehr auf Uriella hin deformierter Christus mit sehr niedriger geistiger Energie. Ein "falscher Christus" kann es jedoch nicht sein, dazu sind die Botschaften zu fromm. Die Botschaften Christi bei Frau Wittek sind allerdings auch teilweise recht düster. Christus ist offensichtlich ungeduldig darüber, dass wir uns zur Zeit so sehr von ihm abwenden und uns nicht einzustellen vermögen auf das innere Licht und die Liebe Gottes.
zur Startseite | zur Startseite Wissenschaft Ganzfeldforschung Hirnforschung Materialismus Quantenphysik Reinkarnation Geistheiler Offenbarungen Erfahrungen Kant Erwachte Nahtoderfahrung Sterbende Christuserlebnisse Verstorbene Medien Mystiker Schöpfung Sündenfall Erlösung Christus Was also ist Seele? Was tun? Anhang Theologie Drewermann Bibelzitate Islam Drogen Nachworte Religion und Naturwissenschaft Glaubensweisen Gemeinsamkeiten aller Religionen |